Richter mit Rechenschwäche
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Richter mit Rechenschwäche

Ein Madrider Richter, der anscheinend Millionen und Billionen nicht auseinander halten konnte, hat die spanische Finanzwelt in Verwirrung gestürzt.

Der Jurist verurteilte den Garantiefonds der spanischen Banken (FGD) dazu, dem Ex-Eigentümer eines Geldinstituts eine Entschädigung von «1122 Billionen Euro» (1,1 Billiarden Euro) zu zahlen. Nach Presseberichten vom Dienstag hatte der Richter wahrscheinlich 1122 Millionen, also 1,1 Mrd. Euro gemeint.

Die Summe von 1,1 Billiarden Euro entspricht dem Bruttosozialprodukt der gesamten spanischen Wirtschaft in 1400 Jahren.

Der FGD forderte das Gericht nun auf zu klären, was es mit der astronomischen Summe von 1,1 Billiarden Euro auf sich habe.

Der Fonds will das Urteil vor dem Verfassungsgericht anfechten lassen. Auch die niedrigere Summe von 1,1 Milliarden Euro würde einen schweren Schlag für das spanische Bankwesen bedeuten.

(sda)

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