Experten wettern über Skandal-Schiri Janny Sikazwe

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WM KatarSkandal-Schiri benachteiligt Kanadier

Belgien gewinnt bei der Fussball-WM in Katar knapp gegen Kanada. Die Kanadier spielten gut und sie verloren auch wegen des Schiedsrichters.  

von
Nils Hänggi

«Für mich ist es ein Penalty», sagt SRF-Experte Sascha Amhof. 

SRF

Darum gehts

In der WM-Partie Belgien gegen Kanada (1:0) stand Schiedsrichter Janny Sikazwe mehr im Mittelpunkt, als für sein Renommee gut war. Zwar gab der 43-Jährige zunächst einen Penalty, den Bayern-Star Alphonso Davies (22) kläglich verschoss. Dann aber pfiff der 43-Jährige gleich zweimal nicht. Einmal gab er fälschlicherweise Abseits anstatt Penalty (13.). Dann liess er trotz Foul weiterlaufen (37.). Beide Male griff der VAR nicht ein. 

Schiri-Experten waren daraufhin entsetzt. So sagte SRF-Experte Sascha Amhof: «Für mich ist es ein Penalty. Aus meiner Sicht hätte der VAR eingreifen müssen.» Und die Experten von Collinas Erben meinten: «Erster richtig dicker Bock in diesem Turnier, was Schiri-Entscheidungen betrifft. Klar kein Abseits (Ball kommt vom Gegner), danach ein klares Foul.» Zur Situation kurz vor der Pause meinten die Experten: «Seitlicher Tritt auf den Fuss, danach noch ein Kontakt in der Wade, ursächlich für den Sturz des Angreifers. Aus meiner Sicht ebenfalls ein Strafstoss.»

Schiedsrichter Janny Sikazwe

Schiedsrichter Janny Sikazwe

REUTERS

Schiedsrichter-Chef der Fifa unzufrieden

Eine Erklärung für die Fehlentscheide hatte niemand so richtig. Bei der Situation in der 13. Minute versuchten es Collinas Erben zumindest. Auf Twitter schrieben sie: «Der Verteidiger berührt zuerst den Ball, dann folgt der Fussauftritt. Das könnte für den VAR der Grund gewesen sein, nicht zu intervenieren.» Dann hielten sie aber fest, dass es immer noch ein Foul gewesen sei.

Wie die «Bild» schrieb, war auch Pierluigi Collina (62), Schiedsrichter-Chef der Fifa, alles andere als begeistert. So soll er schon während der Partie in die Katakomben bestellt worden sein, um sich die Schiri-Leistung anzuschauen. Danach sei er mit grimmiger Miene wieder zurück auf seinen Platz gekommen. 

Skandal-Schiri Janny Sikazwe

Es ist nicht das erste Mal, dass Sikazwe negativ im Mittelpunkt steht. Beim Afrika-Cup vor Jahresfrist sorgte Sikazwe für Aufsehen, weil er das Spiel zwischen Tunesien und Mali gleich zweimal zu früh abpfiff.

Bereits in der 85. Minute beendete der hauptberufliche Lehrer die Partie. Nachdem er auf seinen Fehler aufmerksam gemacht wurde, pfiff er das Spiel nochmals an. Nur um es dann mit nur noch 17 Sekunden auf der Uhr wieder abzupfeifen.

Auch auf Nachspielzeit verzichtete Sikazwe, trotz Toren, VAR-Checks, einer Roten Karte und zwei Penaltys. Der grosse Nutzniesser dieses Malheurs war Mali. Die Westafrikaner gewannen das Spiel mit 1:0. Bei Untersuchungen nach dem Spiel kam heraus, dass Sikazwe während der Partie einen Hitzeschlag erlitten haben soll.

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