Aktualisiert 08.12.2008 11:50

Dahms SpiegelungenRichtig wüten lernen mit der Sesamstrasse

Die duften Themen dieser post-modernen Dahmspiegelung: «Mean Machine» wütet wieder; mehret euch – so geht es richtig; von Amy abstürzen lernen und Sesamstrasse, Motherfucker!

«Mean Machine» wütet wieder: Kennen Sie Vinnie Jones? In gewissen Kreisen ist der Mann eine Legende und in guter Erinnerung. Für seine brutalen Fouls in seiner Zeit als aktiver Premier-League-Profi. Für seine lässig anmutenden Gewaltszenen in Filmen wie «Lock, Stock and Two Smoking Barrels», wo er einen bezahlten Schläger mimt, oder «Mean Machine», in dem er eine Knasti-Truppe für ein Fussball-Match gegen ihre Wärter fit schindet. Und wenn man nun in der britischen Boulevardpresse liest, Vinnie sei mal wieder in eine Prügelei geraten, wundert es einen also nicht. Der Brite geriet in einer Bar in Sioux Falls im US-Bundesstaat Colorado in einen Streit, schlug einem Mann ins Gesicht und bekam dann mit Schwung ein Bierglas in sein eigenes. Der 43-Jährige und seine Kontrahenten wurden schliesslich verhaftet: Gegen eine Kaution von lumpigen 270 Dollar wurde das Kraftpaket wieder freigelassen. «Wir wissen nicht, was den Streit ausgelöst hat, aber es scheint so, als wäre es einfach nur eine dumme Kneipenschlägerei gewesen, die ausser Kontrolle geraten ist», so ein Polizeisprecher. Ganz offensichtlich – und augenscheinlich wird Vinnie Jones sich niemals ändern…

Mehret euch – so geht es richtig: Ed Houben hat sich das nicht zweimal gebieten lassen, die christliche Maxime modern interpretiert und online umgesetzt. Der 39-Jährige schickt jeder Frau, die schwanger werden will, seit 2002 seinen Samen. Klar, dass der Niederländer inzwischen mehrfacher Vater ist: Auch in der Schweiz soll der edle Spender sein Erbgut gestreut haben. Derzeit sind allein zehn Frauen dank ihm in anderen Umständen, 46 Nachfahren soll er insgesamt haben – und das, obwohl er eine Brille, einen Ranzen und ein Doppelkinn hat. Die Frauen, die schwanger werden wollen und sich per Internet melden, trifft er bei sich zu Hause und bespricht dort das weitere Vorgehen mit ihnen. Trotz fehlender Talente ist er gefragt, denn Geld oder Kontakt mit den Kindern will er nicht. Ausser für einmal: Im Frühling hat er seinen Nachwuchs nach Maastricht geladen. Es dürfte ein besonders grosses Familienfest werden…

Von Amy abstürzen lernen können jetzt die Studenten von Professor Allen Dunbreck, denn genau das ist das Thema seiner neuen Vorlesung an der University of the West of Scotland. Der Mann ist wieder Erwarten nicht Chemie-Profi und auch kein Psychologe, sondern Wirtschaftswissenschaftler. Sein Fachgebiet: das «Musicbusiness» – neben dem Phänomen Winehouse. «Sie ist ein grossartiges Beispiel für die Fallgruben der Musikbranche. Wir werden untersuchen, ob ihr die Schlagzeilen um ihre Sucht und ihre komplizierte Karriere helfen werden oder ob sie ihr schaden», sagte Dumbreck der deutschen Zeitung «Die Welt». Erstaunlich ist, dass auch die Plattenfirma «Island Records» mit der Uni kooperiert: «Island hat uns jede Menge interne Daten zur Verfügung gestellt, zum Beispiel die Original-Marketingpläne von Bob Marley», freute sich der Professor. Winehouse und Bob Marley auf dem Lehrplan – da wird sich so mancher Studi auf den praktischen Teil des Seminars freuen…

Aus aktuellem Anlass: «Jammin'» von Bob Marley.

Sesamstrasse, Motherfucker! Das könnten die Protagonisten der gleichnamigen Kinder-Reihe sagen, wenn sie so wären wie in gewissen YouTube-Clips: Fans wählen ein (gerne verbal derbes) Lied aus und schneiden die entsprechenden TV-Szenen darunter, bis es aussieht wie ein Musikvideo. Die Webseite «unrealitymag.com» hat kürzlich die vermeintlich besten dieser so genannten «Mash-Ups» gekürt. Hier die Rosinen aus dem Kuchen:

Ernie und Bert interpretieren M.O.P.'s «Ante Up». Der Verfasser hat sich mit der Syncghronisation extreme Mühe gegeben – beeindruckend!

Die wohl lustigeste Mischung: Miss Piggy als Peaches mit dem Song «Fuck the Pain Away».

Schön albern: Eine Mischung aus Right Said Freds «Too Sexy» mit Szenen aus dem amerikanischen Teenager-TV-Hit «Hannah Montana».

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