Krankenkasse: Richtige Franchise wählen und Geld sparen
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KrankenkasseRichtige Franchise wählen und Geld sparen

Die Grundversicherung der Krankenkassen kostet viel Geld. Mit der Wahl der optimalen Franchise lässt sich viel Bares sparen, jedoch sollte einem das Risiko höherer Franchisen bewusst sein.

Die Franchise ist der Teil der Gesundheitskosten, den der Versicherte selber zahlen muss. Hat der Versicherte beispielsweise eine Franchise von 300 Franken, zahlt die Versicherung, sobald die Kosten für Arzt, Spital oder Medikamente diesen Eigenanteil übersteigen – abzüglich Selbstbehalt, der in der Regel 10 Prozent der Gesundheitskosten abzüglich Franchise entspricht. Der Versicherte kann seine Franchise freiwillig erhöhen, und dadurch von einem Prämienrabatt profitieren. Wenn der Versicherte eine Maximal-Franchise von 2500 Franken wählt, beträgt der Prämienrabatt mehr als 1500 Franken. Das Sparpotenzial ist zwar gross, jedoch sollte man auch ein gewisses Risiko mit einkalkulieren, wie «comparis.ch» erklärt.

Nur für Gesunde

Jene, die nächstes Jahr mit Behandlungskosten von mehr als 2000 Franken rechnen, sollten sich für die Grundfranchise von 300 Franken entscheiden. Alle anderen haben die Qual der Wahl. Mit dem Online-Krankenkassen-Rechner auf 20Minuten.ch lässt sich die persönliche Franchise optimieren. Beispielsweise kann ein junger Erwachsener in Zürich, der bei der Helsana (traditionell ohne Unfalldeckung) versichert ist und Arztrechnungen von 600 Franken im Jahr hat, 622 Franken sparen, wenn er eine Franchise von 1500 Franken anstatt von 300 wählt. Würde die Person jedoch schwer erkranken und dadurch Kosten von 10 000 Franken entstehen, müsste sie mit Mehrkosten von 307 Franken rechnen. Im Grunde muss aber jede Person einzeln ihre Franchisen berechnen und die Risiken abwägen.

Franchise im Allgemeinen

Gesetzlich beträgt die tiefste ordentliche Franchise für Erwachsene 300 und Kinder 0 Franken. Diese kann je nach Krankenkasse vom Versicherten erhöht werden. Bei Kindern auf 100, 200, 300, 400, 500 oder 600 Franken. Und bei Erwachsene auf 500, 1000, 1500, 2000 oder 2500 Franken. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Kasse jede Franchisenstufe anbietet.

Während der Schwangerschaft, Geburt und der nachfolgenden Erholungszeit der Mutter wird die Franchise nicht belastet, sofern keine Komplikationen auftreten. Dasselbe gilt bei Personen, die einen Unfall erleiden – im Privat- oder Berufsleben – und vom Arbeitgeber gegen Unfall versichert sind. Unfallversichert ist man durch den Arbeitgeber, sobald man mindestens 8 Stunden pro Woche am gleichen Ort arbeitet (Unfallversicherungsgesetz).

Franchise ändern

Wer die Franchise senken will, muss das bis spätestens am 28. November schriftlich seiner Krankenkasse mitteilen – wobei Empfang und nicht Poststempel gilt. Bei einer Erhöhung muss der Versicherte dies bis Ende Dezember der Versicherung mitteilen. Dabei ist auf Feiertage zu achten, damit das Schreiben noch spätestens am letzten Arbeitstag eintrifft.

(scc/zac)

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