Aktualisiert 29.09.2009 08:10

Konjunktur

«Richtiger» Aufschwung noch nicht am Horizont

Die Schweizer Wirtschaft erholt sich 2010 langsam von ihrem tiefen Fall. Die Ökonomen der Grossbank Credit Suisse erwarten ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 0,6 Prozent. Sie lassen damit ihre Prognose vom Februar unverändert.

Das leichte Wachstum sei jedoch nicht der Anfang eines breit abgestützten, «richtigen» Aufschwungs. 2010 werde sich die Schweizer Volkswirtschaft lediglich etwas vom tiefen Fall des Vorjahres erholen, teilte die CS am Dienstag mit. Das Vorkrisenniveau der Produktion werde nicht annähernd erreicht.

Für das laufende Jahr rechnet die CS unverändert mit einem BIP-Rückgang von 2 Prozent. Demnach verlaufe die Rezession in der Schweiz allen Unkenrufen zum Trotz im internationalen Vergleich milde.

Denn einerseits falle die Schweizer Exportwirtschaft dank eines hohen Anteils an weniger zyklischen Produkten nicht ganz so tief wie beispielsweise diejenige Deutschlands oder der USA. Andererseits dämpfe die relativ robust gebliebene Binnenwirtschaft den Abschwung.

Die Expansion der Schweizer Wirtschaft sei aber vorerst noch zu schwach, um eine weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit verhindern zu können. Die CS-Experten erwarten 2010 im Jahresdurchschnitt eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent. Das wäre der höchste Stand seit 1997.

Die Verschlechterung der Arbeitsplatzsicherheit lastet auf dem Konsum. Dennoch wird dieser auch 2010 schwache Wachstumsimpulse senden (&0,6%), wie es hiess. Der Export komme nach einem Absturz um 12,7 Prozent im laufenden Jahr auf Wachstumskurs zurück und expandiere 2010 um 5,0 Prozent. Auch die Teuerungsrate werde im Jahresvergleich von -0,4 Prozent auf 1,0 Prozent drehen.

(sda)

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