US-Wahlen: Rick Perry gibt auf
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US-WahlenRick Perry gibt auf

Das Bewerberfeld lichtet sich weiter: Rick Perry gibt seine Kandidatur um die Nominierung der US-Republikaner zum Präsidentschaftskandidaten auf.

von
dapd
«Ich weiss, wenn es an der Zeit für einen strategischen Rückzug ist», sagte Perry.

«Ich weiss, wenn es an der Zeit für einen strategischen Rückzug ist», sagte Perry.

Rick Perry zog am Donnerstag seine Kandidatur um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten zurück. Der Gouverneur des US-Staats Texas erklärte auf einer Pressekonferenz seinen Verzicht und empfahl seinen Anhängern die Wahl des ehemaligen Präsidenten des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich. In Umfragen hatte Perry zuletzt immer geringere Zustimmungswerte erhalten.

«Ich weiss, wenn es an der Zeit für einen strategischen Rückzug ist», sagte Perry. Er nannte Gingrich einen «konservativen Visionär, der das Land verändern kann». Eine letzte Spitze gegen seinen bisherigen innerparteilichen Konkurrenten konnte sich Perry allerdings nicht verkneifen: «Newt ist nicht perfekt - aber wer ist das schon?» Perry will sich nun wieder auf sein Amt in Texas konzentrieren.

Mit Perrys Wahlempfehlung dürfte der Vorsprung des einstigen Gouverneurs von Massachusetts, Mitt Romney, im Kandidatenfeld weiter schmelzen. Eine Meinungsumfrage des Fernsehsenders CNN in South Carolina vom Mittwoch sah Romney noch bei 33 Prozent und Gingrich bei 23 Prozent. Bei der Vorwahl am Samstag könnte Gingrich bereits näher an seinen führenden Konkurrenten heranrücken.

Unterdessen erklärte der Parteivorstand der Republikaner im US-Staat Iowa, dass entgegen ersten Auszählungen doch Rick Santorum der Sieger der ersten Vorwahlen Anfang des Monats sei. Der ehemalige Senator aus dem US-Staat Pennsylvania habe 34 Stimmen mehr als sein Rivale Romney erhalten. Ursprünglich hiess es, Romney habe den sogenannten Caucus mit acht Stimmen Vorsprung für sich entschieden.

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