Ricky Martin: Tränen in Kambodscha
Aktualisiert

Ricky Martin: Tränen in Kambodscha

Popstar Ricky Martin hat seinen Ruhm in die Waagschale geworfen, um auf das Schicksal verschleppter Menschen in Kambodscha aufmerksam zu machen.

In Seam Reap nahe der Tempelanlage von Angkor traf der Latinosänger am Samstag mit Opfern sexueller Ausbeutung zusammen. Eine 22-Jährige mit einem drei Monate alten Kind, die von ihrem Vater an ein Bordell verkauft worden war und nun HIV-positiv ist, bat Martin unter Tränen, sein Engagement fortzusetzen. «Ich werde nicht damit aufhören», versprach der 36-Jährige.

«Ihr seid alle meine Helden. Ihr seid ein Geschenk meines Lebens», sagte er. Der Sänger aus Puerto Rico erfuhr im Februar auf einer dreitägigen UN-Konferenz in Wien über das Problem des Menschenschmuggels in Kambodscha. Gemeinsam mit Prominenten wie Schauspielerin Emma Thompson und der ägyptischen First Lady Suzanne Mubarak setzt er sich dagegen ein.

Nach UN-Angaben sind weltweit 2,5 Millionen Menschen von Zwangsarbeit als Folge von Menschenschmuggel betroffen, die meisten davon unter 24 Jahre alt. Martin engagiert sich als UNICEF-Botschafter und hat selbst eine Stiftung für Kinderrechte gegründet, die vor allem in Lateinamerika aktiv ist. In Kambodscha traf er unter anderem mit Innenminister Sar Kheng zusammen und besichtigte verschiedene Projekte von Nicht-Regierungsorganisationen. (dapd)

Deine Meinung