27.06.2014 15:00

Grösster Lehmbau EuropasRicola steckte 16 Millionen in neuen Kräutertempel

Für ihre weltweit beliebten Kräuterbonbons hat Ricola in Laufen BL am Freitag ein neues Kräuterzentrum eingeweiht. Entworfen haben den Bau die Stararchitekten Herzog & de Meuron.

von
lha

Es sind beeindruckende Zahlen. Für die beliebten Bonbons verarbeitet das Laufener Familienunternehmen Ricola jährlich 1400 Tonnen frische Kräuter. Diese stammen ausschliesslich aus den Schweizer Berggebieten, wo die Bonbonfabrikantin Abnehmerverträge mit über 100 Bauern geschlossen hat.

Diese gigantische Menge an Kräutern wurde bislang dezentral an mehreren Standorten verarbeitet, bis daraus schliesslich die mittlerweile fast 40 verschiedenen Kräuterspezialitäten wurden. Seit Freitag ist das anders: Der Schweizer Bonbon-Gigant hat ein neues Kräuterzentrum. Für 16 Millionen Franken baute es am Hauptsitz in Laufen eine 100 Meter lange Halle, in der nun die pflanzlichen Ingredienzen zentral verarbeitet werden. Entworfen haben den eleganten Bau die Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron, für die es schon der siebte Auftrag von Ricola war. Die Fassade des Gebäudes ist komplett aus Lehm.

Die Materialien des grössten Lehmbaus von Europa stammen allesamt aus der nahen Umgebung von Laufen. Was auf Laufentaler Boden steht, ist tatsächlich auch aus Laufentaler Boden. «Das steht einerseits für traditionelle Werte und andererseits weist es durch die nachhaltige Bauweise auch in die Zukunft», erklärte Pierre de Meuron an der Eröffnung.

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