Neuer Hotspot: Riehener freuen sich über gratis WLAN im Naturbad
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Neuer HotspotRiehener freuen sich über gratis WLAN im Naturbad

Das Naturbad ist erst die zweite Badi in der Region, das seinen Gästen einen Hotspot zur Verfügung stellt. In Basel bestehen indes noch keine Pläne, die Gartenbäder aufzurüsten.

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Im Naturbad Riehen gibt es seit dem 12. August gratis WLAN.

Im Naturbad Riehen gibt es seit dem 12. August gratis WLAN.

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Der Idylle des Fleckchens scheint dies aber nichts abzutun. Die meisten Gäste freuen sich darüber oder reagieren gelassen.

Der Idylle des Fleckchens scheint dies aber nichts abzutun. Die meisten Gäste freuen sich darüber oder reagieren gelassen.

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Pokémon-Go-Spieler wird es jedenfalls freuen: Mitten im Naturbad befindet sich eine Arena.

Pokémon-Go-Spieler wird es jedenfalls freuen: Mitten im Naturbad befindet sich eine Arena.

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Seit Freitag kann man im Riehener Naturbad gratis Gebrauch vom kommunalen WLAN machen. Nachdem die «politischen Hürden» für die Dienstleistung genommen wurden, können sich Besucher nun registrieren und per SMS einen dreimonatigen Zugangscode erhalten, so die Gemeinde. Als nächstes sollen auch die Grendelmatte sowie das Dorfzentrum mit kabellosem Gratisinternet ausgestattet werden.

Damit ist Riehen das zweite Gartenbad der Region, in dem WLAN zur Verfügung gestellt wird. Seit bereits zwei Jahren gibt es das Angebot im Schwimmbad Arlesheim. Dort offeriert der Provider Quickline den Zugriff für zwei Stunden gratis. Der Wunsch kam von den Gästen – unter ihnen auch der zuständige Gemeinderat. Einige Badegäste schätzen das sehr, weil sie so im Schwimmbad Arbeiten erledigen können und so das Büro früher mit der Badi tauschen können.

Den Gästen gefällt es

«An einer handyfreien Zone hätte ich kein Interesse», sagt Michael (32) lachend. Eben noch fläzte er auf einer Airlounge und spielte auf seinem Smartphone. Er wohnt in Basel und hat sich mit Freunden aus Deutschland im grenznahen Riehener Bad getroffen. Für sie sei es natürlich super, weil man hier ansonsten schnell in die Roaming-Falle tappen könne. «Es hat schon etwas, wenn die Pokémon-Go-Spieler ins Wasser fallen», scherzt ein Freund. Nicht zu Unrecht, denn mitten im Bad befindet sich eine Arena des Enhanced-Reality-Games.

«Ich finde es eigentlich eine coole Idee», sagt Corinne (32) aus Binningen. Sie ist mit ihrem Mann Maurus (40) und ihrem 7-monatigen Baby extra nach Riehen gefahren. Gelockt hat sie aber nicht das Gratisinternet, sondern Yoga-Stunden, die das Bad im Sommer anbietet. «Man ist ja sowieso immer vernetzt», sagt er. So spiele es eigentlich keine Rolle im Bezug auf die permanente Datenverbindung.

Eine zweite Familie zeigt sich verwundert. Sie habe gar nicht gewusst, dass es das neue WLAN gibt. «Ich habe meine Handys sowieso zu Hause gelassen», sagt die Mutter und lacht. Der Vater hat indes noch gar nicht auf seins geschaut, und die beiden Kinder haben noch keine. So schaffen sie sich ihre eigene verbindungsfreie Zone.

Andernorts wartet man noch ab

Das Thema des kostenlosen Internetzugangs ist auch beim Sportamt des baselstädtischen Erziehungsdepartements (ED) und im Sport- und Freizeitbad Gitterli in Liestal ein Thema. «Ich glaube, das wird immer wieder einmal diskutiert. Momentan ist es aber nicht geplant, dass wir WLAN einführen», so Simon Thiriet, Sprecher des ED. Somit werden die Basler Bäder vorerst verbindungsfreie Oasen bleiben – ausser man surft auf eigene Kosten.

In Liestal ist man schon näher dran. «Wir haben es noch nicht, haben es aber schon abgeklärt und liessen es uns auch offerieren», erklärt Gitterli-Geschäftsführerin Ines Camprubi. Im Moment sei diese Investition aber noch zurückgestellt.

In den grün gekennzeichneten Bädern gibt es bereits gratis Hotspots; die roten sind noch nicht ausgerüstet.

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