Aktualisiert 19.12.2006 17:38

Riesen-Andrang beim Pitbull-Prozess

Im Prozess um den Fall der drei Kampfhunde, die vor Jahresfrist den kleinen Süleyman getötet hatten, ist der Besitzer der Hunde der fahrlässigen Tötung angeklagt. Sicherheitsvorkehrung und Publikumsandrang sind enorm.

Den Eingang zum Gerichtssaal sperrte die Polizei mit schweren Gittern ab. Die Eltern des am 1. Dezember 2005 im zürcherischen Oberglatt getöteten Jungen wurden durch die wartenden Journalisten geführt und mussten sich ebenfalls einer intensiven Kontrolle unterziehen.

Mehrere Dutzend Personen wollten heute dem Prozess um den von Pitbulls zerfleischten sechsjährigen Suleyman am Zürcher Bezirksgericht beiwohnen. Kantonspolizisten kontrollierten jeden einzelnen vor Betreten des Saales minutiös und liessen ihn durch eine Sicherheitsschleuse gehen. Der Beginn der Verhandlungen verzögerte sich dadurch spürbar.

Die grossen Sicherheitsvorkehrungen haben den Beginn der Hauptverhandlung verzögert. Die Verhandlungen sind auf mehrere Tage angelegt.

Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Vor Gericht stehen drei Personen: Der 42-jährige Halter der Hunde, dessen 29-jährige Freundin und der 39-jährige Mann, bei dem das Paar mit sechs Pitbulls zur Zeit des Unglücks wohnte. Sie sind der fahrlässigen Tötung und der schweren Körperverletzung angeklagt, die Frau zudem der falschen Anschuldigung.

Die Staatsanwaltschaft fordert Strafen von zweieinhalb Jahren Gefängnis unbedingt sowie 16 beziehungsweise 14 Monaten bedingt. Die Anträge der Verteidiger sind noch unbekannt. (sda)

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