Riesen-Blackout: Kaputter Generator war schuld
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Riesen-Blackout: Kaputter Generator war schuld

Der gigantische Stromausfall, durch den Mitte August rund 50 Millionen Nordamerikaner stundenlang im Dunkeln sassen, ist durch eine Panne im Norden der USA ausgelöst worden.

Dies ergibt die Untersuchung der US-kanadischen Arbeitsgruppe.

Eine nicht entdeckte Störung in einem Generator in Ohio habe eine Kettenreaktion angestossen, die zu dem Blackout geführt habe, hiess es in dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Bericht der Arbeitsgruppe. Insgesamt seien sechs Sicherheitsbestimmungen der Energieaufsicht für Nordamerika verletzt worden.

Die Panne in einem Generator des Unternehmens First Energy im Norden von Ohio habe keinen sofortigen Alarm ausgelöst, hiess es in dem Bericht. Nach rund eineinhalb Stunden seien dann die ersten Hochspannungsleitungen ausgefallen. Die Stromgesellschaft habe erst nach mehr als zwei Stunden die Störungen bemerkt, sei aber untätig geblieben.

Als rund zweieinhalb Stunden nach dem ersten Ausfall eine Hochspannungsleitung ausfiel, die der Stromversorgung zwischen Ost-Ohio und dem Norden des US-Bundesstaates dient, sei die weitere Entwicklung völlig ausser Kontrolle geraten: Das gesamte Stromnetz der Region sei aus dem Gleichgewicht geraten und habe nach und nach auch die Versorgung der Nachbarstaaten lahmgelegt.

Von dem bislang schlimmsten Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas waren Mitte August rund 50 Millionen Menschen betroffen. In New York mussten Hunderttausende auf den Strassen übernachten. Tausende andere sassen in Aufzügen oder U-Bahnen fest.

Die Behörden in Kanada und den USA schoben sich bisher gegenseitig die Verantwortung zu. (sda)

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