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Riesen-Dino wog 48 Tonnen

Er wog so viel wie acht Elefanten zusammen und würde der Länge nach nicht auf ein Basketballfeld passen: So beschreiben spanische Wissenschaftler den bislang grössten Dinosaurier Europas.

Das riesige Tier sei bis zu 48 Tonnen schwer und vermutlich mehr als 30 Meter lang gewesen, berichtet das Team um den spanischen Paläontologen Luis Alcalá. Vorläufig beschrieben hatten die Forscher den Giganten bereits 2004, jetzt folgt die ausführliche Analyse in der Zeitschrift «Science».

Die Knochenreste des Pflanzen fressenden Turiasaurus riodevensis wurden bei Ausgrabungen in der ostspanischen Ortschaft Riodeva in der Provinz Teruel gefunden. Saurier solcher Ausmasse waren bislang vor allem aus Amerika oder Afrika bekannt.

Turiasaurus lebte wahrscheinlich vor rund 150 Millionen Jahren und sei eines der grössten Tiere, die je das Land besiedelten, schreiben die Spanier. Von seinen Ausmassen sei der Koloss mit dem in Südamerika entdeckten, riesigen Argentinosaurus zu vergleichen. Dieser wird auf eine Länge von bis zu 40 Metern geschätzt.

Oberarm so gross wie Mensch

Alcalá und seine Kollegen fanden unter anderem den Oberarmknochen (Humerus) aus einem Vorderlauf der Riesenechse und hatten schwer daran zu schleppen. Er misst 1,79 Meter - und ist damit so gross wie ein erwachsener Mensch.

Das Vorderbein ist insgesamt 3,50 Meter hoch, heisst es in «Science». Die grössten Zehen des Urzeittieres waren etwa so gross wie ein Football.

In Riodeva stiessen die Paläontologen auf eine ganze Reihe von Fossilien, die das Tier gut dokumentieren. So seien ausser gut erhaltenen Schädel- und Oberschenkelknochen Teile des Schulterblatts, Wirbel, Gliedmassen sowie mehrere Zähne ausgegraben worden.

Pflanzenfresser

Die spanischen Wissenschaftler sind zudem überzeugt, mit dem Fund in Teruel auf eine bislang unbekannte Gattung der Pflanzen fressenden Sauropoden gestossen zu sein. Diese sei im Vergleich zu anderen Saurieren auf anderen Kontinenten durch weniger entwickelte Gliedmassen und Knochen gekennzeichnet.

Der Bauplan der riesigen Sauropoden ähnelt sich weitgehend. Die Pflanzenfresser hatten einen kleinen Kopf, der auf einem beweglichen, langen Hals sass. Die Wirbel waren vielfach hohl, um Gewicht zu sparen. Um die faserige Nahrung zu verdauen, beherbergte der massige Körper einen langen Darm.

Säulenartige, massive Beine stützten die Tiere, die sich eher schwerfällig bewegten. Die meiste Zeit über waren sie mit dem Fressen beschäftigt - um ihre Energiebedarf aus Pflanzenteilen zu decken, mussten die Saurier grosse Mengen Blätter zermahlen. (dapd)

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