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Mega-ProjektRiesen-Resort am Great Barrier Reef geplant

Der Hongkonger Milliardär Tony Fung möchte im Norden des australischen Bundesstaats Queensland einen Vergnügungskomplex errichten. Bereits regt sich Widerstand.

von
sei
9.8.2013

Cairns zählt jetzt schon zu den beliebtesten Reisezielen in Australien. Dies hat das Backpackerparadies vor allem seiner Lage zu verdanken: Es liegt zwischen dem Great Barrier Reef und dem Regenwald. Hier kann man genauso gut Tauchen wie Bungeejumpen gehen, Kajak oder Mountainbike fahren. Neben ihren natürlichen Sehenswürdigkeiten soll die Stadt im Norden des australischen Bundesstaates Queensland bald um eine von Menschenhand geschaffene Attraktion reicher sein.

Golfplatz, Casino und Theater für reiche Chinesen

Der Hongkonger Geschäftsmann Tony Fung möchte auf einer Fläche von annähernd 300 Hektar das «Aquis Great Barrier Reef Resort» errichten. Der geplante Vergnügungskomplex soll aus neun Luxushotels mit insgesamt 3750 Zimmern, 1180 Apartments und 130 Villen bestehen. Dazu gesellen sich ein Spielcasino, eines der grössten Aquarien der Welt, High-End-Shopping, ein Sportstadion mit 25'000 Sitzplätzen, zwei Theater, eine 13 Hektar grosse Riff-Lagune und ein 18-Loch-Golfplatz. Satte 3.5 Milliarden Franken möchte Fung in das Projekt investieren, das ähnlich wie seine Vorbilder in Dubai, Macau oder Singapur vermögende Chinesen anziehen soll, wie der Geschäftsmann gegenüber news.com.au sagte.

Es hagelt bereits Kritik

In Cairns regt sich bereits Widerstand: Die «Australian Marine Conservation Society» hat aufgrund seiner direkten Lage am grössten Korallenriff der Welt starke Bedenken gegen das Projekt geäussert. Viele Einwohner fürchten zudem, dass die natürliche Schönheit Australiens Grossprojekten solcher Art geopfert wird. Fung beteuert, dass sein Mega-Resort ohne jedweden Einfluss auf das fragile Great Barrier Reef gebaut werden würde. Falls das Mega-Resort grünes Licht der Behörden erhält, ist die Eröffnung für 2018 geplant. Der Weg für eine gestrafftes Genehmigungsverfahren ist laut «Courier Mail» bereits geebnet.

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