Eigentor: Riesenei des Goalies – College-Team verliert Final
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EigentorRiesenei des Goalies – College-Team verliert Final

Matt O'Connor ist Eishockeygoalie an der Boston University. Im Endspiel um den Titel in der College-Liga NCAA passiert ihm ein Missgeschick der gröberen Art.

von
hua

Goalie Matt O'Connor sieht ziemlich alt aus. <i>(Quelle: YouTube/<a href="https://www.youtube.com/watch?v=lB4HmGrfvZQ" target="_blank">NEWS24</a>)</i>

Beim Finalturnier der besten Eishockey-College-Mannschaften in den USA nehmen vier Teams teil. Deshalb nennt man die Veranstaltung auch Frozen Four (die gefrorenen vier). Der Sieger dieses Endturniers ist die beste College-Mannschaft des Landes. Am Samstag standen sich im Endspiel die Boston University und das Providence College gegenüber.

Im letzten Drittel sind noch achteinhalb Minuten zu spielen, Boston führt 3:2. Da passiert das Unglück für den Goalie. Providence klärt den Puck in hohem Bogen von der Mittellinie in das gegnerische Drittel. Boston-Keeper Matt O'Connor fängt die Scheibe mit seinem Fanghandschuh ohne Probleme. So weit, so gut. Doch dann denkt der Goalie bereits daran, den Puck wieder ins Spiel zu bringen, ohne dass es ein Bully vor seinem Tor gibt.

Der Underdog schafft noch den Sieg

Der 23-Jährige dreht sich um und schaut, ob er hinter dem Tor einen Mitspieler findet. «Ich konnte den Puck in meinem Handschuh nicht sehen. Ich versuchte ihn zu Jack (Eichel, ein Mitspieler; die Redaktion) zu werfen, aber es war zu spät», sagte der Unglücksrabe. Denn beim sich Drehen fällt ihm die Scheibe aus dem Handschuh. Der Goalie bemerkt das, weiss aber nicht, wo der Puck ist, macht die Butterfly-Bewegung und schiebt ihn damit selber ins Tor – was für ein Bock zum 3:3-Ausgleich. Und es kommt noch schlimmer: Providence siegt 4:3. Damit verliert Boston den Final wegen dieses Rieseneis seines Goalies. Providence, das als Underdog ins Endspiel gegangen war, feierte hingegen seinen ersten NCAA-Titel in der Vereinsgeschichte.

Eishockey-Junior erzielt Zaubertor per Lob

Ein kleiner Trost bleibt O'Connor: Einige NHL-Teams haben ihn bereits auf dem Radar und es wird erwartet, dass der 23-Jährige schon bald seinen ersten Profivertrag unterschreiben wird. Zudem hat der Goalie nun bereits in jungen Jahren eine empfindliche Niederlage einstecken müssen und weiss, wie man mit Enttäuschungen umgehen muss.

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