Saxon VS: Riesenschnecken versetzen das Wallis in Aufregung

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Saxon VSRiesenschnecken versetzen das Wallis in Aufregung

Eine aus Afrika stammende Schneckenart wurde im Frühsommer zum ersten Mal in der Schweiz gesichtet und vermehrt sich rasch. Die Gemeinde ruft die Bevölkerung dazu auf, Sichtungen zu melden . 

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Die sieben in Saxon gefundenen Schnecken sind etwa zehn Zentimeter gross. 

Die sieben in Saxon gefundenen Schnecken sind etwa zehn Zentimeter gross. 

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Sie wurden Anfang des Sommers in Saxon entdeckt.

Sie wurden Anfang des Sommers in Saxon entdeckt.

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Die Art kann aber bis zu 30 Zentimeter gross werden. 

Die Art kann aber bis zu 30 Zentimeter gross werden. 

Sreenshot/20minutes

Darum gehts 

Die aus Afrika stammenden, als sehr gefrässig geltenden Riesenschnecken wurden Anfang des Sommers in einem Obstgarten in Saxon (VS) gesichtet. Der Spaziergänger, der sie entdeckte, informierte die Gemeinde, die sich daraufhin an den Kanton wandte, um weitere biologische Analysen des Weichtiers durchzuführen.


«Die sieben Exemplare, die wir gefunden haben, gehören zur Art Achatina fulica. Soweit wir wissen, handelt es sich um eine Premiere in der Schweiz», sagte Camille Pitteloud, Biologin bei der Dienststelle für Wald, Natur und Landschaft des Kantons Wallis. Sie vermutet, dass Privatpersonen die Tiere als Haustiere erworben haben, bevor sie sie in die freie Natur entlassen haben, obwohl dies verboten ist.

Einige Länder werden von ihnen überschwemmt

Doch die Schnecken können sich als furchterregend erweisen. Während die in Saxon entdeckten Exemplare «etwa zehn Zentimeter» gross sind, kann die Art gar bis zu 30 Zentimeter gross werden.

«Sie können die Natur und die Landwirtschaft bedrohen, da sie alle Arten von Pflanzen abfressen. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich schnell vermehren. Einige Länder, wie die USA, haben mit Invasionen zu kämpfen», erklärt die Expertin.

Noch keine Ausbreitung im Wallis

In Saxon sei die Situation Pittelouds Meinung nach jedoch nicht alarmierend, da sie «sehr lokal» auftrete. Problematischer wäre es, wenn die Riesenschnecken in einem Gebiet zu Hunderten auftreten würden. Im Moment sei es unmöglich, zu wissen, ob sich nicht weitere Individuen an feuchten Stellen verstecken und dort auf Regen warten würden. Die Biologin versichert jedoch, dass die Zone jede Woche kontrolliert werde und dass bisher keine Schäden festgestellt worden seien. 

Auf ihrer Website fordert die Gemeinde Saxon die Bevölkerung auf, Sichtungen der Riesenschnecke bei der Gemeinde zu melden und sich danach gründlich die Hände zu waschen. Wenn sie nicht verschluckt werden, seien die Weichtiere für den Menschen nicht gefährlich.

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(20minutes/pco)

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