Aktualisiert 16.03.2006 20:03

Riesenstau nach Lastwagenunfall auf A1

Ein angetrunkener Lastenzuglenker hat bei der Autobahneinfahrt Effretikon im Kanton Zürich einen spektakulären Unfall verursacht.

Aus einem gekippten Anhänger ergossen sich mehrere hundert Liter grüne Farbe auf die Autobahn. Die Sperrung führte zu einem Stau von über 22 Kilometern.

Der 39-jährige Lenker des Lastenzugs mit Farbcontainern fuhr um 16.45 Uhr durch die Einfahrt Effretikon auf die Autobahn A1 in Richtung Winterthur, wie die Zürcher Kantonspolizei mitteilte. In der Rechtskurve geriet der Anhänger über die linke Fahrbahn hinaus und walzte auf einer Länge von rund 60 Metern die Leitplanke nieder. Dadurch kippte der Anhänger, und die Farbcontainer stürzten auf die Wiese zwischen Einfahrt und Autobahn. Der Inhalt ergoss sich auf die Einfahrt und auf die Autobahn. Diese musste in Richtung Winterthur vorübergehend ganz gesperrt werden.

Im Verlaufe der Aufräumarbeiten durch die Chemiewehr der Berufsfeuerwehr Winterthur konnten zwei Fahrstreifen zwar wieder freigegeben werden. Dennoch entstand ein Stau, der sich auf einer Länge von über 22 Kilometern über das Limmattaler-Kreuz hinaus ausdehnte. Die Arbeiten waren am Abend weiterhin im Gang. Es wurde damit gerechnet, dass sich der Verkehr erst in den späten Abendstunden normalisiert. Der Sachschaden wurde auf über 100.000 Franken beziffert.

Aufgrund eines Atemlufttests hatte der Chauffeur sein Fahrzeug in betrunkenem Zustand gelenkt. Sein Führerausweis wurde beschlagnahmt. Fahrzeughalter, deren Autos grüne Farbe abbekamen, wurden gebeten, sich beim Verkehrszug Winterthur der Kantonspolizei Zürich zu melden.

(dapd)

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