Riesenverlust für Converium - 140 Stellen weg
Aktualisiert

Riesenverlust für Converium - 140 Stellen weg

Der Rückversicherer Converium hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Nach einem Verlust in dreistelliger Millionenhöhe will das Unternehmen 140 Stellen streichen.

Dabei würden bis zu 81 Angestellte entlassen, teilte Converium am Dienstag mit. Die restlichen Stellen sollen über Fluktuationen und Frühpensionierungen gestrichen werden.

Am stärksten vom Abbauprogramm betroffen ist die Schweiz mit 79 Stellen. Hierzulande zählte der Rückversicherer per Ende Januar insgesamt 382 Vollzeitstellen, weltweit sind es über 700.

Rote Zahlen im Jahr 2004

Im vergangenen Jahr fuhr Converium einen Verlust von 760,8 Mio. Dollar (887 Mio. Franken) ein. Davon gingen 578,1 Mio. Dollar auf Nachreservierungen für das US-Haftpflichtgeschäft zurück.

Bis zum Jahresende sanken die gebuchten Bruttoprämien auf 3,84 Mrd. Dollar, wie Converium weiter mitteilte. Die Analysten wurden damit enttäuscht, hatten sie doch im Schnitt mit Bruttoprämien von 4,48 Mrd. Dollar und einem Verlust von 724 Mio. Dollar gerechnet.

Im laufenden Jahr erwartet Converium Bruttoprämien von insgesamt noch etwas mehr als 2 Mrd. Dollar. Entsprechend will der Konzern auch die Aufwände herunterfahren. Einen Rückschlag erleiden auch die Aktionäre. Converium will dieses Jahr keine Dividende ausschütten.

Verlust auch im Schlussquartal

Auch im vierten Quartal 2004 kam Converium nicht aus den roten Zahlen. Der Verlust von 50,2 Mio. Dollar sei jedoch stark beeinflusst durch die negative Schadenentwicklung der Hurrikane und des Tsunami in Südasien, die Converium 36 Mio. respektive 15 Mio. Dollar kosteten.

Für das ganze Jahr bezifferte Converium die Schadenaufwendungen aufgrund von Hurrikanen und Taifunen sowie des Tsunami auf 154,5 Mio. Dollar. Zudem verbucht Converium für 2004 Abschreibungen auf latenten Steuerforderungen von 269,8 Mio. Dollar und Abschreibungen auf Goodwill von 94 Mio. Dollar.

Vergangene Woche hatte Converium Terry Clarke zum neuen Konzernchef ernannt. Er war im September als Delegierter des Verwaltungsrats dem bisherigen Konzernchef Dirk Lohmann zur Seite gestellt worden. (sda)

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