Petri heil: Riesenwelse im Zürichsee: Keine Seltenheit mehr
Aktualisiert

Petri heilRiesenwelse im Zürichsee: Keine Seltenheit mehr

Ein an Land gezogener Riesenwels sorgte am Bodensee für helle Aufregung. Solche Fische mit einer Länge von bis zu zwei Metern gibt es auch im Zürichsee – und zwar immer mehr.

von
Alexandra Roder

Der Fang eines 120 Zenti­meter grossen Welses beunruhigte diese Woche die ­Badegäste im Bodensee (20 Minuten berichtete). Kleine Hunde sollen die Riesen­fische dort schon verschluckt und Schwimmer gebissen haben. Im Zürichsee sollen gar noch grössere Exemplare leben, wie Andreas Hertig, Adjunkt der Jagd- und Fischereiverwaltung Kanton Zürich auf Anfrage von 20 Minuten sagt:«Es sind schon Welse von bis zu zwei Metern Länge ­gesichtet worden.» 80 Kilogramm bringe ein solcher Brocken auf die Waage. Mittlerweile sei der Wels im Zürichsee keine Seltenheit mehr. In der Fangstatistik von 2006 sind fünf Tiere aufgeführt. 2007 waren es bereits zwanzig. Eine genaue Einschätzung sei schwierig. «Aber es ist zu vermuten, dass die Population in den letzten Jahren stark zugenommen hat und weiter wächst», sagt Hertig. Diese Einschätzung deckt sich mit Beobachtungen von Polizeitauchern: «Speziell im Utoquai und Wollishofen sichten sie häufig solche Fische», sagt Stapo-Sprecherin Judith Hödl.

Bekanntschaft mit den Riesen machen auch immer mehr Fischer, wie Viktor Keller von der Brumann Fischerei & Sportartikel AG in Zürich weiss: «Kunden berichten, dass ihnen vermehrt 25 Zentimeter grosse Fischköder mit gewaltiger Kraft von der Angel gerissen werden.» Gefährlich für Schwimmer sind die Welse laut Hertig nicht: «Sie verschlucken höchstens mal ein Entlein.»

Dieser Fischer scheint keine Berührungsängste mit seinem Riesenfang zu haben:

(Quelle: YouTube)

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