Bielersee : Riesige Seegras-Insel vor Täuffelen BE behindert den Bootsverkehr

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Bielersee Riesige Seegras-Insel vor Täuffelen BE behindert den Bootsverkehr

Das Hochwasser im letzten Sommer und viel Sonnenschein in diesem Jahr begünstigen das Seegras-Wachstum. Vor Täuffelen hat sich ein meterdicker grüner Teppich gebildet. 

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Die Seegras-Insel, die sich vor dem Hafen von Täuffelen (BE) gebildet hat, ist einen Meter dick.

Die Seegras-Insel, die sich vor dem Hafen von Täuffelen (BE) gebildet hat, ist einen Meter dick.

Bienne Nautic Wasserbau
Die Überschwemmungen im Sommer 2021 und das klare Wasser dieses Jahr begünstigen das Seegras-Wachstum. (Symbolbild) 

Die Überschwemmungen im Sommer 2021 und das klare Wasser dieses Jahr begünstigen das Seegras-Wachstum. (Symbolbild) 

IMAGO/ZUMA Wire
Die Behörden hoffen nun, dass ein Sturm die Masse auflöst und das Problem auf natürliche Weise löst. (Symbolbild)

Die Behörden hoffen nun, dass ein Sturm die Masse auflöst und das Problem auf natürliche Weise löst. (Symbolbild)

IMAGO/ZUMA Wire

Darum gehts 

Ein ungewöhnlicher Anblick beschäftigt seit einigen Wochen die Behörden von Täuffelen-Gerolfingen (BE) am Südufer des Bielersees: Das Seegras hat sich so stark vermehrt, dass sich vor der Hafeneinfahrt des Ortes eine Art schwimmende Insel gebildet hat. Der meterdicke Teppich sei «eine Gefahr für Leib und Leben», sagte Gemeindepräsident Adrian Hutzli dem «Bieler Tagblatt» besorgt: «Wenn da eine Surferin oder Stand-up-Paddlerin hineingerät und ins Wasser fällt: Kommt sie dann wieder raus?» Zudem könnte die Insel die Schifffahrt beeinträchtigen, falls sie vom Wind verschoben wird. «Das ist nicht nur ein Problem für Täuffelen», sagt Hutzli. Er hat deshalb mit dem Kanton Kontakt aufgenommen. 

Der Gemeindepräsident hatte vor etwa einem Monat eine erste starke Seegras-Blüte im Hafen festgestellt. Die Pflanzen konnten von einem Landwirt eingesammelt und entsorgt werden. Danach entwickelte sich jedoch eine neue Insel etwas weiter draussen, die das Ein- und Ausfahren der Boote erschwerte. Die Masse konnte am vergangenen Wochenende zerteilt werden, was die Navigation erleichterte. Adrian Hutzli glaubt allerdings, dass sich das Seegras weiter ausbreiten wird.

«So einen Teppich hat man noch nie gesehen», sagt Michael Salchli von Nautic Wasserbau, einem Unternehmen, das sich auf die Pflege von Ufern spezialisiert hat. Im «Bieler Tagblatt» erklärt er: «Der See ist dieses Jahr besonders klar», und weil das Licht tiefer in den See eindringe, wachsen Pflanzen «an Stellen, an denen vorher keine waren». Ausserdem enthalte der Seegrund immer noch viele Nährstoffe, die von den Überschwemmungen des letzten Jahres herrühren. Beides begünstigt das Wachstum von Algen und Pflanzen. Die Behörden hoffen auf ein baldiges Gewitter, damit Wind und Wellen die Masse auflösen und sich das Problem dadurch auf natürliche Weise löst. 

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(sul)

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