Gigantische Sternschnuppe: Riesiger Feuerball am Schweizer Nachthimmel
Aktualisiert

Gigantische SternschnuppeRiesiger Feuerball am Schweizer Nachthimmel

Ein grosser Meteor zog am Montagabend über den dunklen Himmel. Leser berichten von einem «hellen, grünen Licht» und waren Feuer und Flamme für den Boten aus dem All.

von
cho/ woz

Einem Leserreporter gelang es den Meteor zu filmen.

Unzählige Leserreporter beobachteten am Montagabend ein seltenes Naturschauspiel: Ein grosser Meteor schnitt eine hell leuchtende Spur durch den dunklen Himmel. Leser aus Basel, Zürich, Zug oder Graubünden berichteten von einem «Feuerball» oder «hellen, grünen Licht». Auch 20-Minuten-Leserin Désirée Schermesser aus Münchenstein BL konnte den Feuerball von ihrem Sofa aus beobachten. Sie war mit ihrem Partner ins Gespräch vertieft, als dieser plötzlich aufsprang und sagte: «Schatz, schau nach draussen! Siehst du das auch?»

«Wir sind erschrocken. Zuerst dachten wir an ein Flugzeug oder einen Helikopter», erzählt die Leser-Reporterin aufgeregt. Doch dann hätten sie einen «riesigen grünen Meteoriten mit rötlichem Schweif» am Fenster vorbeifliegen sehen – mehrere Sekunden lang. Der Feuerball habe mindestens so hell geleuchtet wie der Mond.

Für Schermesser ein einmaliges Erlebnis: «Ich habe so etwas noch nie gesehen. Es war abartig.»

Selbst Experten sprechen von Feuerball

Markus Griesser von der Sternwarte Eschenberg verpasste das Ereignis: «Ich kam gerade von einer Astronomie-Tagung als ich davon erfuhr.» Aufgrund der Beschreibungen geht er davon aus, dass es sich um einen Meteor gehandelt hat. «Diese Himmelskörper können extrem hell sein und sind im Idealfall mehrere Sekunden zu beobachten.» Wenn der Meteor lange am Himmel sichtbar sei und ähnlich hell wie der Mond leuchte, sprächen auch Experten von einem «Feuerball». Er selber habe erst am 13. März einen solchen nahe Winterthur gesichtet.

Sollte das Geschoss auf die Erde geknallt sein, würde Griesser von einem Meteorit sprechen. Die Steine aus dem Weltall würden jedoch nur selten einschlagen, aus diesem Grund solle man sich bei ihrem Anblick auch nicht fürchten. Das Risiko getroffen zu werden, sei extrem gering: «So ein Schauspiel ist selten, das muss man geniessen», so der Experte.

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