Auf den Spuren des Kokains: Riesiges Drogen-U-Boot beschlagnahmt
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Auf den Spuren des KokainsRiesiges Drogen-U-Boot beschlagnahmt

Die kolumbianische Polizei hat einen seltenen Fund gemacht: Kurz vor seiner ersten Schmuggelfahrt wurde ein Unterseeboot konfisziert. Sieben Tonnen Kokain hätten darin Platz gehabt.

von
kub

In der Nähe des Hafens Buenaventura am Pazifik zogen kolumbianische Polizisten ein 16 Meter langes U-Boot an Land. Das Drogen-U-Boot gehörte der Rebellenorganisation Farc, die oft mit Drogenschmugglern zusammenarbeitet. Es sah zwar selbstgebastelt aus, doch im Innern war es laut BBC mit einem High-Tech-Navigationssystem ausgerüstet. Die Polizei sagte, das Boot sei für seine Jungfernfahrt bereit gewesen. Laut Polizei hätte man mit dem U-Boot bis nach Mittelamerika fahren können. Es habe Raum gehabt für ungefähr sieben Tonnen Kokain.

Es sei eines der grössten Drogen-U-Boote, die sie in den vergangenen Jahren in Kolumbien konfisziert haben, so die Polizei. Der Wert des Bootes wurde auf 2 Millionen Dollar geschätzt. Es habe Platz für fünf Personen an Bord.

Von Buenaventura aus wird viel Kokain nach Mexiko geschmuggelt. Von dort aus gelangt es nach Kanada und in die USA. Um Kontrollen zu umgehen, werden immer neuere Schmuggelmethoden und -wege ausgedacht. Es wird geschätzt, dass 2009 70 Prozent des ganzen Kokains aus Kolumbien mit U-Boots aus dem Land geschmuggelt wurde. Laut den kolumbianischen Behörden sind seit 1993 66 solcher Drogen-U-Boote gefasst worden. 2011 wurden bereits sieben beschlagnahmt.

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