Aktualisiert 01.08.2006 12:31

Rigamonti locker im EM-Final

Nachdem am ersten Tag der Schwimm-EM im 50-m-Becken von Budapest bei beiden Schweizer Einsätzen die Vorläufe Endstation bedeutetet hatten, sieht die Bilanz am Nationalfeiertag wesentlich positiver aus.

Flavia Rigamonti (800 m Crawl) erreichte den Final, und Dominik Meichtry (200 m Crawl) qualifizierte sich für die Halbfinals.

Rigamonti schaffte als Vierte der Vorläufe problemlos den Einzug in den Endlauf der besten acht, der am Mittwochabend stattfindet. Mit 8:35,79 war die in Dallas studierende Tessinerin rund drei Sekunden schneller als bei ihrer Saisonbestzeit an den nationalen Meisterschaften Ende Mai in Genf. Auf die Vorlauf-Schnellste, die Französin Laure Manaudou, die sich von ihrer Schlappe am Vortag über 400 m Lagen (18.) gut erholt zeigte, verlor Rigamonti 7,60 Sekunden. Die zweitklassierte Sophie Huber (Fr) absolvier te die 16 Bahnlängen 2,76 Sekunden rascher als die Europameisterin von 2000.

Rigamonti schwamm einen sehr regelmässigen Wettkampf, ohne an ihre Grenzen zu gehen. Mit Ausnahme der ersten 100 m (1:01,88) beliefen sich die Abschnittszeiten zwischen 1:04,46 und 1:05,15. Sie habe nicht alles geben wollen. Es sei ein einfaches Rennen gewesen, gab sich Rigamonti locker und optimistisch.

Meichtry, der es in seiner Serie mit den Superstars Pieter van den Hoogenband (Ho) und Filippo Magnini (It) zu tun bekam, erreichte in 1:49,44 als Elfter der Vorläufe die Halbfinals. Weil jedoch zwei vor ihm klassierte Athleten am Abend zuschauen müssen, da nur zwei Schwimmer pro Nation weiterkommen, geht er als Nummer 9 ins Becken.

Der St. Galler, der noch nie in der Schweiz gelebt hat und derzeit in Berkeley, Kalifornien, wohnt, darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Final machen, umso mehr, als das Rennen alles anderes als optimal war. Meichtry ging es viel zu schnell an -- die ersten 100 m absolvierte er acht Zehntel schneller als bei seinem Schweizer Rekord (1:48,84). Auch nach 150 m realisierte einzig der Olympia-Zweite Pieter van den Hoogenband eine bessere Zeit. Mit den 1:49,44 sicherte sich Meichtry auch über 200 m Crawl ei nen Startplatz an den WM 2007 in Melbourne, allerdings war die WM-Limite (1:50,79) für ihn nur eine Formsache.

Stephan Bachmann, der dritte im Einsatz stehende Schweizer, bot über 200 m Lagen eine enttäuschende Vorstellung. Mit 2:07,42 (32.) blieb er mehr als drei Sekunden über seiner nationalen Bestmarke (2:04,21).

(si)

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