Schwimmen: Rigamontis goldenes 800-m-Rennen
Aktualisiert

SchwimmenRigamontis goldenes 800-m-Rennen

Flavia Rigamonti hat an der Universiade in Bangkok über 800 m Crawl mit neuem Schweizer Rekord die Goldmedaille gewonnen.

Die Tessinerin distanzierte mit 8:25,59 selbst die Zweitplatzierte um neun Sekunden und senkte ihren sieben Jahre alten Landesrekord um 32 Hundertstel.

Dank ihrer verbüffenden Performance rückte Rigamonti in der Jahresweltrangliste der FINA auf Position 3 vor. Nur das US-Girl Kate Ziegler (8:18,52) und die Französin Laure Manaudou (8:18,80) schwammen in diesem Jahr schneller.

Mit 33 Meistertiteln in Einzelrennen gehört Rigamonti auf Schweizer Ebene seit bald einem Jahrzehnt zur höchsten Güteklasse. An der WM in Melbourne wies die US-Studentin ihre Leistungsfähigkeit mit dem Gewinn der Silbermedaille über 1500 m eindrucksvoll aus; über 800 m scheiterte sie allerdings «Down Under». In Thailand korrigierte sie jenes schwache WM-Rennen. Sie schlug im «Aquatic Center» der Thamassat-Universität in Bangkok um nahezu 13 Sekunden früher an als in Melbourne und deklassierte die zweitplatzierte Italienerin Federica Pellegrini förmlich.

«Meine Erwartungen waren unklar. Ich wusste nur, dass Federica eigentlich schnell schwimmen kann», erklärte die 26-jährige Tessinerin aus Breganzona. Für den Rekord-Coup fand die dreifache WM-Silbermedaillen-Gewinnerin mehrere Gründe: «Ich habe meinen Trainingsplan geändert und legte mehr Wert auf Qualität als auf Quantität.» Sie jogge öfter und betreibe zudem Yoga.

Auch Massacand mit Rekord

Vor Rigamonti hatte schon Jonathan Massacand brilliert. Der Schwimmer von Genève Natation verbesserte seinen eigenen Schweizer Rekord über 200 m Rücken um eine halbe Sekunde auf 2:02,90. Als 16. der Vorläufe qualifizierte sich der 23-Jährige für den B-Final. Massacands bisherige Bestmarke (2:03,40) stammt vom 12. Mai an den Schweizer Meisterschaften in Zürich-Oerlikon. (si)

Deine Meinung