Aktualisiert 12.12.2006 07:46

Rihanna singt gegen Armut

Stars wie Rihanna und Lionel Richie haben das Friedensnobelpreis-Konzert in Oslo zu einem Appell gegen die Armut in der Welt werden lassen.

Die Künstler auf der von den Hollywood-Stars Sharon Stone und Anjelica Huston am Montagabend präsentierten Gala-Show erklärten, sie wollten Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus bei der Verwirklichung seines Traums helfen, Armut in der Welt zu überwinden.

Bildstrecke: Rihanna & Co. gegen Armut

Richie erinnerte auf einer Pressekonferenz daran, dass er und andere schon vor 20 Jahren gehofft hatten, mit der weltweiten Live-Aid-Aktion und dem Song «We Are The World» den Hunger in der Welt besiegen zu können. «Nun sind 20 Jahre vergangen und wir diskutieren immer noch dasselbe Problem» - Zeit für Künstler, sich wieder gegen Armut und Not zusammen zu tun.

Der Friedensnobelpreisträger kam mit seiner Tochter, Opernsängerin Monica Yunus, auf die Bühne. «Er hat 30 Jahre gebraucht, seine Idee durchzusetzen», sagte sie über Yunus Konzept, die Ärmsten mit Kleinstkrediten auf wirtschaftlich eigene Füsse zu stellen. «Ich denke, er will wirklich den Traum verwirklichen, Armut ins Museum zu verbannen.» Muhammad Yunus gab sich vor 7.000 Konzerten völlig gelöst: «Ich würde am liebsten jedes Jahr den Nobelpreis bekommen - das macht so viel Spass», rief er aus.

Das Nobelpreiskomitee hatte nicht nur Yunus Idee von den Kleinstkrediten, sondern auch dem Brückenbauen zwischen armen muslimischen Ländern wie Bangladesch und dem reichen Westen ausgezeichnet. Yusuf Islam, der frühere Cat Stevens, sagte, diese Idee des Brückenbauens habe ihn zurück zur Musik gebracht. «Bei dieser Gelegenheit hier ist Frieden ein Thema und das Brückenbauen wird intensiviert», sagte Islam, der in diesem Herbst sein erstes Album veröffentlichte, seit er Ende der 70er Jahre als Popstar abtrat und Muslim wurde.

Auch der RnB-Superstar Rihanna sang gegen die Armut auf der Welt - und begeisterte das Publikum mit einer umwerfenden Show. Weitere Auftritte gab es von Simply Red, John Legend, dem ägyptischen Sänger Hakim, Wynonna Judd und der Opernsängerin Renee Fleming. (dapd)

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