Unbewilligte «Mass-voll» Demo in Luzern - Rimoldi droht weitere Strafanzeige
Aktualisiert

Unbewilligte «Mass-voll» Demo in LuzernRimoldi droht weitere Strafanzeige

Massnahmen-Kritiker Rimoldi könnte von der Stadt Luzern angezeigt werden nach der unbewilligten Demonstration in Luzern der Bewegung «Mass-voll» am vergangenen Montag.

von
Astrid Winiker
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Dem Massnahmen-Kritiker Nicolas A. Rimoldi, Co-Präsident des Vereins «Mass-voll», droht nun eine weitere Strafanzeige. Die Stadt Luzern will Anzeige gegen ihn und seine Anhängerinnen und Anhänger erstatten, da diese am vergangenen Montag eine unbewilligte Demonstration mit rund 300 Personen in Luzern durchgeführt haben.

Dem Massnahmen-Kritiker Nicolas A. Rimoldi, Co-Präsident des Vereins «Mass-voll», droht nun eine weitere Strafanzeige. Die Stadt Luzern will Anzeige gegen ihn und seine Anhängerinnen und Anhänger erstatten, da diese am vergangenen Montag eine unbewilligte Demonstration mit rund 300 Personen in Luzern durchgeführt haben.

Nicolas A. Rimoldi
Der Verein «Mass-voll» hat schon öfters Demos durchgeführt.

Der Verein «Mass-voll» hat schon öfters Demos durchgeführt.

20min/ Marco Zangger

Darum gehts

  • Am vergangenen Montag fand in Luzern eine unbewilligte Demonstration statt.

  • Rund 300 Anhängerinnen und Anhänger des Vereins «Mass-voll» haben sich in Luzern zu einem Marsch zusammengefunden.

  • Vorne dabei war Nicolas A. Rimoldi, Co-Präsident des Vereins.

  • Nun droht ihm und seinen Anhängerinnen und Anhängern eine weitere Strafanzeige seitens der Stadt Luzern.

Bereits zuvor wurden in Luzern wöchentliche Protest-Abendspaziergänge jeweils an Montagen von dem Verein «Mass-voll» durchgeführt. Eine weitere Demonstration fand in Luzern am vergangenen Montag statt.

Polizei wertet Material der Demo-Teilnehmer aus

An der unbewilligten Demonstration in Luzern sind rund 300 Corona-Skeptikerinnen und -Skeptiker aufgetaucht. Zwei Stunden lang zogen sie durch die Luzerner Innenstadt. Fahnen wurden geschwungen, Kuhglocken erklangen. Angeführt wurde der Protest-Marsch vom Massnahmen-Kritiker Nicolas A. Rimoldi, Co-Präsident des Vereins «Mass-voll». Eine Strafanzeige gegen ihn und seine Anhängerschaft wurde eingereicht vom Luzerner Juristen Loris Fabrizio Mainardi. Es könnte eine weitere Strafanzeige seitens der Stadt Luzern folgen. Die Stadt Luzern sagt auf Anfrage von zentralplus, dass sie entsprechende Abklärungen in Zusammenhang mit der Demonstration aufgenommen hat: «Wir prüfen aktuell den konkreten Sachverhalt und klären unter anderem, welche Beteiligten gegen welche Strafbestimmungen verstossen haben», sagt Stefan Geisseler, stellvertretender Leiter Stadtraum und Veranstaltungen der Stadt Luzern. Dabei prüfe die Polizei Foto- und Videomaterial der Demo-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer, welche sie gesichert hat. «Wir werden der Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen das entsprechende Material zusammen mit einem Bericht zukommen lassen. Die Anzeige muss dann seitens der Stadt erfolgen», sagte der Luzerner Polizeisprecher Urs Wigger gegenüber von zentralplus weiter.

Rimoldi nimmts gelassen

Dass Rimoldi eine Strafanzeige erhält, davon geht die Stadt aus: «Es ist davon auszugehen, dass gegen Herrn Rimoldi Strafanzeige gestellt wird, da er mutmasslich gegen das städtische Reglement verstossen hat», so Geisseler. Rimoldi selbst nimmt dies gelassen: «In unserer Rechtsauffassung war es eine Spontan-Kundgebung, die auch als solche angekündigt war. Dies als eine direkte Reaktion auf die Aussage des Grünliberalen-Präsidenten Jürg Grossen, dass Ungeimpfte künftig gekennzeichnet werden sollen», sagt Rimoldi gegenüber zentralplus.

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