Bestes Debütalbum bei Metacritic: Rina Sawayama ist die Pop-Entdeckung des Jahres – und die meisten haben sie verpennt
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Bestes Debütalbum bei MetacriticRina Sawayama ist die Pop-Entdeckung des Jahres – und die meisten haben sie verpennt

Die in Japan geborenen Britin gilt unter Kritikern als Sensation. Warum ist «Sawayama» in diesem Jahr nur so vielen entgangen?

von
Melanie Biedermann

Darum gehts

  • «Sawayama» ist gemäss Metacritic das beste Debütalbum des Jahres.

  • Musikerin Rina Sawayama (30) blieb dennoch weitgehend unter dem Radar.

  • 2020 deutete dennoch alles darauf hin: 2021 wird ihr Jahr.

Es ist ein Phänomen: Ihr Album taucht in schier jeder wichtigen Bestenliste des Jahres auf, dennoch ist Rina Sawayama bis heute nur wenigen ein Begriff. Gemäss der Plattform Metacritic, die alle grösseren Onlinekritiken vergleicht und listet, ist «Sawayama» gar die beste Debüt-LP 2020. In der Gesamtwertung erreichte die 30-Jährige damit Platz neun.

Rina Sawayama überzeugt die Meinungsmacher mit Innovationskraft

«Billboard» erklärt «Sawayama» als «Pop-meets-Nu-Metal-Selbstporträt, das klingt wie Britney Spears im Remix von Korn. So was sollte eigentlich nicht funktionieren, aber genau diese Innovationskraft macht das Album zu einem der besten des Jahres.»

Auch Entertainment-Ikonen wie Elton John outeten sich als Fans. In dessen Apple-Music-Radioshow «Rocket Hour» erklärte dieser im Juni: «Ich liebe The Weekends ‹After Hours› und Perfume Genius’ ‹Set My Heart on Fire, Immediately›, aber ‹Sawayama› ist bei weitem das stärkste Album des Jahres

Eine Kontroverse und der erste TV-Auftritt bei Jimmy Fallon

Nachdem ihr Album im Juli überraschenderweise vom Rennen um den renommierten britischen Mercury Prize ausgeschlossen wurde – Sawayama besitzt zwar unbegrenztes Aufenthaltsrecht in Grossbritannien, aber keinen britischen Pass –, erarbeitet das Komitee nun neue Regeln.

Im Oktober gab die Künstlerin schliesslich ihr TV-Debüt bei US-Talkmaster Jimmy Fallon.

Wenige Stunden später trendete das Hashtag #RINAFALLON bei Twitter.

Die «New York Times» bezeichnet Rina Sawayama indes als «bahnbrechend», «Guardian»-Musikkritiker Alexis Petridis meint: «brillant erfinderisch und futuristisch». 2021 wird Rina Sawayamas Jahr, damit darf man rechnen.

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Deine Meinung

22 Kommentare
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nettes Liedchen

30.12.2020, 08:51

hat mich aber nicht aus dem Sessel gerissen.

hab das Video geschaut

30.12.2020, 08:29

ist ja ganz nett und so, aber aus dem Sessel gerissen hat es mich nicht.

KaPh

30.12.2020, 08:17

Es gibt zwei Arten von Pop: Der Pop, der mir gefällt und der Pop, der mir nicht gefällt. Die Gesangskünste von Rina in allen Ehren, aber ihr Popstil gehört in die Kategorie, der ich etwas abgewinnen kann.