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ChaosRinder halten Polizei und SBB auf Trab

In Herzogenbuchsee sind sechs Rinder ausgebüxt. Am Nachmittag trieben sie sich auf der SBB-Neubaustrecke herum. Die Folge war ein Chaos.

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nc/tok

Auf der Neubaustrecke zwischen Bern und Olten ging am Sonntagnachmittag nichts mehr. Grund dafür war aber nicht etwa eine Stellwerkstörung – sechs Rinder waren veranwortlich für das Chaos. Offenbar waren die Guschtis in Herzogenbuchsee ausgebüxt und in Richtung Zürich davongewandert.

Zwei der Tiere konnten am frühen Nachmittag durch die Kantonspolizei in Langenthal und Bützberg eingefangen werden. Ihre vier Artgenossen befanden sich aber weiterhin auf Wanderschaft in der Nähe der Neubaustrecke. Aber auch sie konnten kurze Zeit später in Roggwil geschnappt und in einen Viehtransporter geladen werden. Alles sechs blieben unverletzt. An der Einfang-Aktion waren rund ein dutzend Polizisten und Angehörige der Feuerwehr sowie der Wildhut beteiligt.

Die Neubaustrecke ist inzwischen wieder freigegeben, die Züge verkehren aber teilweise noch mit Verspätungen.

Cisalpino musste notbremsen

In einem der ersten betroffenen Züge sass Leser-Reporterin Marija Matkovic. «Der Zug hat in der Nähe von Rothrist auf einmal eine Vollbremsung gemacht», berichtet sie. Die Wagons wurden nach über einer Stunde Wartezeit geräumt. Nachdem ein Lösch- und Rettungszug aufgeboten wurde, konnten die Passagiere umsteigen. Dieser brachte sie dann zurück nach Bern. Die Fahrgäste blieben offenbar gelassen: «Die meisten nehmen es mit Humor und die Kinder an Bord haben Freude», so Matkovic gegenüber 20 Minuten.

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