Tierische Rettung: Rinderherde fast in Bergbach ertrunken
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Tierische RettungRinderherde fast in Bergbach ertrunken

Die Hitze im Engadin wurde einer Herde Rinder zum Verhängnis: Die Tiere wurden mitgerissen und durch eine Staumauer gespült. Zwei fanden dabei den Tod, 14 konnten von der Rega gerettet werden.

von
hal

Im Engadin herrschen zwar keine 35 Grad wie im Mittelland, doch gestern Mittag war es 16 Mutterkühen trotzdem zu heiss. Sie wollten ihren Durst an einem Bergbach oberhalb eines Wasserschutzdamms am Eingang zum Val Forno südlich des Malojapasses stillen. Dabei wagten sie sich zu weit vor, wurden vom Wasser mitgerissen und durch die offene Staumauer gespült, wie die Rega heute mitteilte.

Unten an der Mauer konnten sich die Tiere weder vorwärts noch rückwärts bewegen und drohten zu ertrinken. Während einige an der Mauer des Damms sicheren Boden fanden, suchten andere entlang des Bachs einen Ausstieg.«Die verängstigten Tiere suchten Schutz in höhlenartigen Unterspülungen oder standen bis zum Hals im strömenden Wasser», sagt Rega-Sprecher Sascha Hardegger.

Es folgte ein fünfstündiger Grosseinsatz der Rettungskräfte, an dem die Heli Bernina, drei Rettungsspezialisten des SAC, fünf Bergretter aus der Rettungsstation Bregaglia, eine Tierärztin und zwei Polizeitaucher beteiligt waren. Mit Seilen und Helikoptern konnten 14 Tiere lebend geborgen werden. «Sie schienen unverletzt», so Hardegger. Zwei weitere Tiere überlebten nicht.

Das Video der tierischen Rettungsaktion sehen Sie hier:$$VIDEO$$ (Quelle: Rega)

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