Aktualisiert 11.11.2014 16:42

LinthgebietRindervirus ausgebrochen – 3 Bauernhöfe gesperrt

Der Bauer Andreas Büeler ist verzweifelt: Acht seiner Rinder haben das BVD-Virus. Sein Hof wurde deshalb gesperrt.

von
qll
Drei Bauernhöfe im Linthgebiet mussten wegen BVD gesperrt werden.

Drei Bauernhöfe im Linthgebiet mussten wegen BVD gesperrt werden.

«Man ist hilflos, weil man kann nichts gegen die Krankheit machen kann», sagt Andreas Büeler. Der Landwirt aus Rüeterswil musste bereits mehrere Tiere einschläfern lassen. Auf seinem Hof wurde das Rindervirus BVD festgestellt.

BVD (Bovine Virusdiarrhoe) war eigentlich fast ausgerottet. Vor sechs Jahren hatte eine grosse Bekämpfungsaktion des Bundes das Virus unter Kontrolle gebracht. Während das Virus damals noch fast 1471 Tiere befiel, waren es dieses Jahr schweizweit noch 27 Fälle.

Der St. Galler Kantonstierarzt hat inzwischen bestätigt, dass das Virus nicht nur auf dem Hof von Büeler, sondern auch auf zwei weiteren Bauernhöfen im Linthgebiet wieder aufgetaucht ist, wie TVO berichtet.

Virus führte zu Fehlgeburten

Angefangen hat laut Büeler alles mit mehreren Fehlgeburten von Kälbern. Büeler wurde stutzig und liess seine Tiere untersuchen. Das Resultat: Acht Tiere auf seinem Hof haben BVD. Büeler musste gleich drei Kälber kurz nach der Geburt einschläfern lassen.

Da der Hof im Moment gesperrt ist, kann Büeler keine Tiere an andere Bauern verkaufen: «Eine Ansteckung kann nicht zu hundert Prozent ausgeschlossen werden», so der Bauer. «Ich kann die Tiere direkt zum Schlachthof bringen.»

Menschen sind nicht gefährdet

Eine Weiterverbreitung des Virus sei aber dank der raschen Erkennung eher unwahrscheinlich, so der Kantonstierarzt auf Anfrage von TVO. Menschen seien nicht gefährdet.

Den Schaden, der durch das Virus bisher entstanden ist, kann Bauer Büeler noch nicht beziffern. Er hoffe nur, dass er keine weiteren Tiere mehr verliert, denn im Kampf gegen das Virus sei er machtlos: «Es ist nur ein Abwarten und Hoffen, dass die anderen Tiere kein krankes Kalb mehr zur Welt bringen.» Gewissheit hat der Bauer aber erst im Frühling, wenn die letzte Kuh geworfen hat.

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