Aktualisiert 18.12.2008 23:17

BoxenRingarzt Wagner will genau auf Holyfield achten

«Zur Not nehme ich Holyfields Trainer das Handtuch weg und werfe es selbst in den Ring.» So äusserte sich der verantwortliche deutsche Ringarzt Walter Wagner vor dem WBA-Schwergewichts-WM-Kampf vom Samstag gegenüber dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

«Wenn ich signalisiere, es ist Schluss, dann ist Schluss», wird Wagner zitiert. Wenn dem 46-jährigen Herausforderer Evander Holyfield im Kampf gegen WBA-Titelhalter Nikolai Walujew (35) etwas passiere, sei auch Wagner erledigt, lautet das «Spiegel»-Urteil.

Wagner hatte vor einigen Wochen in seinem medizinischen Gutachten Holyfield «uneingeschränkte Boxtauglichkeit» attestiert. Holyfields Werte nach Belastungs-EKG, Lungenfunktionstest und Kardio-Computertomografie befänden sich gar auf dem Level eines 35- Jährigen.

Gegen Ringarzt Walter Wagner, der seit über 30 Jahren Unfallchirurg und Ringarzt ist, hatte es Mitte 2005 sogar Anzeigen gegeben, weil er den schwer gezeichneten IBF-Mittelgewichts- Weltmeister Arthur Abraham nicht aus einem Kampf genommen hatte. Abraham hatte sich im Verlaufe seiner Titelverteidigung gegen Edison Miranda (Kol) einen Kieferbruch zugezogen, den Zwölf-Runden- Kampf letztlich aber dennoch einstimmig nach Punkten gewonnen. «Aus ästhetischen Gründen ist ein Abbruch jeweils nicht angezeigt», sagte Wagner.

(si)

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