Aktualisiert

MedienRingier sieht sich «Le Monde» an

Der Schweizer Medienkonzern Ringier zeigt Interesse an der französischen Zeitung «Le Monde». Gemeinsam sind die beiden Verlage bereits in der Romandie engagiert.

Ringier interessiert sich für Le Monde. Gemeinsam sind die beiden Häuser an der Westschweizer Zeitung Le Temps interessiert.

Ringier interessiert sich für Le Monde. Gemeinsam sind die beiden Häuser an der Westschweizer Zeitung Le Temps interessiert.

Man habe sich das Dossier Le Monde bestellt und werde es in den kommenden Wochen prüfen, wie Verleger Michael Ringier in Paris am Rande einer Medienorientierung sagte.

Konzern-Sprecher Edi Estermann bestätigte eine entsprechende Meldung der französischen Zeitung «Les Echos». Ringier wolle sich überlegen, welche neuen Formen der Zusammenarbeit möglich seien, sagte Estermann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «In welcher Art auch immer.»

Es gibt heute bereits eine Schnittstelle von Ringier und «Le Monde»: Ringier ist an der Westschweizer Zeitung «Le Temps» mit 47 Prozent beteiligt, «Le Monde» mit 2 Prozent. Weil man schon ein gemeinsames Engagement habe, wolle man sich diesen Partner natürlich genauer ansehen, so Estermann weiter.

«Le Monde» sucht dringend einen Käufer

Die linksliberale «Le Monde» gilt neben dem «Figaro» als wichtigste meinungsbildende Zeitung Frankreichs. Wirtschaftlich steht das Blatt jedoch am Abgrund: Seit 2002 hat das Weltblatt ein Defizit von über 200 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die finanziell angeschlagene Zeitung sucht dringend einen Käufer. Die Mehrheit am Traditionsblatt halten die Journalisten selber, die «Société des rédacteurs du Monde».

(sda)

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