Oetwil am See ZH: «Vermisse dich, mein Engel» – Freunde trauern um getöteten 17-jährigen W.

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Oetwil am See ZH«Vermisse dich, mein Engel» – Freunde trauern um getöteten 17-jährigen W.

Der 17-jährige W. kam am Wochenende bei einem Streit in Oetwil am See ums Leben. Seine Freunde sind fassungslos.

von
Anna Ehrensberger
Tim Haag
Lynn Sachs
Monira Djurdjevic
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Der 17-jährige W. starb bei einem Streit in Oetwil am See ZH.

Der 17-jährige W. starb bei einem Streit in Oetwil am See ZH.

Screenshot Tiktok
Freunde haben Blumen und Kerzen hingelegt. 

Freunde haben Blumen und Kerzen hingelegt. 

20min/tim
Laut Kantonspolizei Zürich ging am Samstag kurz nach Mitternacht die Meldung ein, dass sich beim Busbahnhof in Oetwil am See und in der näheren Umgebung mehrere verletzte Personen befinden.

Laut Kantonspolizei Zürich ging am Samstag kurz nach Mitternacht die Meldung ein, dass sich beim Busbahnhof in Oetwil am See und in der näheren Umgebung mehrere verletzte Personen befinden.

20min/News-Scout

Darum gehts

Bei einem Streit in Oetwil am See ZH starb in der Nacht auf Sonntag ein junger Mann. Weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Über die Art der Verletzungen gibt die Polizei derzeit keine Auskunft. Wie 20 Minuten weiss, handelt es sich bei dem Toten um den 17-jährigen Portugiesen W.* Bei seinen Freunden und Bekannten ist die Trauer gross.

Einige haben Videos von W. auf Tiktok hochgeladen: «RIP, ich vermisse dich, mein Engel», schreibt eine Kollegin. «RIP Bruderherz. Ich lieb dich über alles. Mit 17 Jahren sterben zu müssen, ist das Schlimmste. Ich hoffe, du bekommst die höchste Stufe im Paradies», heisst es im Video eines Kollegen. 

Auf Social Media lassen sich auch zahlreiche Kommentare und Beileidsbekundungen finden. «Es tut mir so leid für alle Angehörigen, mein Beileid», schreibt eine Userin auf Tiktok. «Er war so nett und ein Herzensmensch», meint eine andere Nutzerin. «Die Welt ist krank. Sie haben uns einen wichtigen Menschen genommen», schreibt eine Kollegin unter ein Video. Und ein User fragt: «Wie konnte so etwas nur passieren?» 

«Es ist wirklich schlimm, was passiert ist»

Laut der Kantonspolizei Zürich ging am Samstag kurz nach Mitternacht die Meldung ein, dass sich beim Busbahnhof in Oetwil am See und in der näheren Umgebung mehrere verletzte Personen befinden. Zuvor sei es in einer Wohnung zu einem heftigen Streit gekommen. Zwei Schweizer, welche sich noch in der Wohnung aufhielten und unverletzt blieben, wurden festgenommen. Die genauen Umstände sind unklar und werden untersucht.

Gemäss Anwohnenden wohnt in der Wohnung der 19-jährige S.* In welcher Beziehung er zu W. stand, ist bisher unklar. Der Vermieter von S. sagt gegenüber 20 Minuten: «Es ist wirklich schlimm, was passiert ist.» Welche Rolle S. dabei spielte, wisse er nicht. 

Der 19-Jährige habe gemeinsam mit zwei weiteren Personen in der Wohnung gelebt. Die beiden anderen seien nicht offiziell angemeldet gewesen. «S. wirkte eigentlich immer sehr nett. Sie haben aber teilweise eine riesen Sauerei hinterlassen. Ich habe S. deshalb gekündigt», so der Vermieter.

Bei seinen Freunden und Bekannten ist die Trauer gross. «Als wir von seinem Tod erfuhren, brach unsere Welt zusammen», sagen zwei Freundinnen von W.

Video: 20min/Tim Haag

«Ich habe versucht, ihn wiederzubeleben»

Ein News-Scout, der vor Ort war, erzählte am Sonntag gegenüber 20 Minuten: «Wir verliessen um Mitternacht die Chilbi und waren Richtung Zentrum unterwegs. Da sahen wir eine Person bewusstlos am Boden liegen.» Passanten hätten sofort Erste Hilfe geleistet: «Zum Glück erlangte der junge Mann das Bewusstsein wieder.»

Doch dann habe er plötzlich Schreie von anderen Passanten gehört und in der Nähe einen weiteren Verletzten gesehen, der regungslos und blutüberströmt unter einem Lastwagen lag. Sofort sei er zu dem Jugendlichen hingerannt und habe seinen Puls gefühlt. «Ich spürte nichts. Ich habe noch versucht, ihn über eine halbe Stunde lang wiederzubeleben», so der News-Scout.

Die Einsatzkräfte hätten später nur noch den Tod des Teenagers feststellen können. Tief betroffen meint der Mann: «Wieso musste ein so junger Mensch sterben? Der Vorfall hat mich wirklich schockiert. Ich bin unendlich traurig.» 

*Name der Redaktion bekannt

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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