«Rising Sun»: Glamour für Valencia
Aktualisiert

«Rising Sun»: Glamour für Valencia

Gegen Alinghi gabs für BMW Oracle Racing-Boss Larry Ellison eine Niederlage. Aber dafür parkierte der Oracle-Gründer seine Mega-Yacht im Hafen von Valencia.

Valencia schafft Platz für die Milliardäre: Während den nächsten Monaten wird der Hafen von Valencia – neu Puerto America's Cup – weiter umgebaut und modernisiert. Einerseits kommt das den Teams und ihrer Entourage zugute, vor allem aber den Besitzern von Superyachten.

Eine macht bereits Halt im America's Cup Hafen – die 136 Meter lange «Rising Sun» von Oracle-Gründer Larry Ellison, die zurzeit grösste Privatyacht der Welt. Zum Vergleich: Die MS Berner Oberland – eines der grössten und modernsten Passagierschiffe auf Schweizer Seen – ist 57 Meter lang, und bietet 1000 Passagieren Platz. Mit der «Rising Sun» hat Ellison sein Privatduell gegen Microsoft-Mitgründer Paul Allen gewonnen. Allen's Yacht «Octopus» misst nur 126 Meter.

Doch auf die Grösse alleine kommts ja nicht an. Also bekämpfen sich die Superreichen auch mit exklusiven Ausstattungs-«Details»: An Bord der «Octopus» steht ein U-Boot für gelegentliche Tauchgänge bereit. Für Larry Ellisons alte Yacht «Katana» wurde ein Basketballfeld auf dem Sonnendeck errichtet. Auf der «Lady Moura» von Nasser Al-Rashid, einem saudischen Milliardär, können sich Gäste an Deck auf einem Sandstrand sonnen.

Der griechische Reeder Aristoteles Onassis war einer der ersten, der vor Jahrzenten mit dem Yacht-Tuning begonnen hat: An Bord seiner «Christina O» liess er die Bordbar mit Walzähnen dekorieren und die Barhocker mit der Haut von Walpenissen überziehen. Heute kann die 99 Meter lange Yacht inklusive 35-Mann-Crew gechartert werden: Wer damit eine Woche lang beim America's Cup zuschauen will, muss rund 470'000 Franken investieren.

Obwohl mit den Yachten geprotzt wird, basieren die Angaben von Kaufpreisen nur auf Gerüchten. Ellison etwa soll zwischen 200 und 300 Millionen Euro für seine Megayacht ausgegeben haben. Als Faustregel gilt, dass die Baukosten pro Meter etwa eine Million Euro betragen. Sonderwünsche wie U-Boote, Hubschrauberlandeplätze oder ausfahrbare Badeplattformen kosten extra.

www.bnycharters.com

Dieter Liechti

Deine Meinung