Neuer Spielplan: Riskiert die Fifa Streit mit den Topklubs?
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Neuer SpielplanRiskiert die Fifa Streit mit den Topklubs?

Gibt es in Zukunft 17 statt 12 Nati-Termine pro Jahr? Die Fifa diskutiert über die Änderung, welche vor allem Grossklubs auf die Palme bringen würde.

von
fox

Es hat sich zur ewigen Diskussion entwickelt: Grossklubs beschweren sich, dass ihre Topspieler aufgrund von Nationalmannschaftsterminen zu lange weg sind und sich womöglich bei einem solchen Einsatz verletzen. Bis zu drei Monaten sei ein Topspieler in einem WM-Jahr weg vom Klub.

Der Ruf nach weniger Nationalmannschaftsterminen wird immer lauter. Vor rund einem Monat forderte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: «Es soll nur noch Qualifikationsspiele geben, keine Freundschaftsspiele mehr. Quali-Spiele braucht man sechs pro Jahr, dazu alle zwei Jahre ein Turnier – basta.» Auch der Schweizer Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld bezeichnete jüngst die EM-Qualifikationsspiele Anfang Juni als «Katastrophe».

Meinungen der Klubs werden berücksichtigt

Statt weniger könnte es aber auch bald noch mehr Länderspiele pro Jahr geben. Wie der «Guardian» erfahren haben will, soll sich die Fifa über fünf zusätzliche Testspiele unterhalten haben. Der Weltverband dementierte allerdings umgehend solche Pläne, bestätigte gegenüber dem englischen Blatt aber, dass es solche Gespräche gegeben habe: «Die sechs Kontinentalverbände und das Fifa-Generalsekretariat diskutieren das Thema und es könnte im Herbst eine Sitzung über den Spielplan nach 2014 geben.» Bei einem Entscheid würden auch die Sichtweisen der Klubs berücksichtigt, versichert der Weltfussballverband.

Derweil möchte die «European Professional Football Leagues Association (EOFL)», welche europäische 30 Ligen als Mitglieder zählt, am 8. Juli die Fifa-Pläne betreffend Spielplan diskutieren. Die Meinungen sind eigentlich gemacht: «Die Ligen und Klubs sind von den Fifa-Entscheidungen betroffen. Die nationalen Ligen sind der Grundstein für den Fussball», so EOFL-Mitglied Emanuel Macedo de Medeiros gegenüber dem «Guardian».

Chuck Blazer unter Beschuss

Neuigkeiten vom Korruptionsskandal in der Fifa: Gegen Chuck Blazer, Generalsekretär des Concacafs und Auslöser der Suspendierungen von Mohamed Bin Hammam und Jack Warner, gingen gemäss dem «Guardian» bei der Fifa-Ethik-Kommission von elf Vertretern der karibischen Landesverbände Beschwerden ein. Der Amerikaner nimmts gelassen: «Da habe ich keine Bedenken.»

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