Wahlen Zürich: Rita Fuhrer (SVP) will nicht Ständerätin werden
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Wahlen ZürichRita Fuhrer (SVP) will nicht Ständerätin werden

Die Zürcher Alt-Regierungsrätin Rita Fuhrer hat sich entschieden: Sie tritt im nächsten Herbst nicht zur Ständeratswahl an. Steigt jetzt Natalie Rickli ins Rennen ein?

von
som

Nach dem Rücktritt von Felix Gutzwiller (FDP) hätte der Zürcher SVP-Präsident Alfred Heer Rita Fuhrer gerne als zukünftige Ständerätin gesehen. Doch die Alt-Regierungsrätin will im nächsten Herbst 2015 nicht zur Wahl antreten, wie die Partei am Mittwoch mitteilte. «Das ist schade. Sie wäre eine hervorragende Ständerätin gewesen», so Heer.

Er könne aber auch verstehen, dass es für die 61-Jährige ein grosser Schritt gewesen wäre, nochmals in die Politik zu gehen: «Die Arbeitsbelastung ist in diesem Amt sehr gross.» Er habe stets gewusst, dass dies für Fuhrer nach ihrer überwundenen Brustkrebserkrankung keine leichte Entscheidung gewesen sei.

GLP den Sitz wegschnappen

Obwohl Heer die Absage sehr bedauert, gebe es bei der SVP noch gute andere Kandidaten, wie Nationalrätin Natalie Rickli, Kantonsrat Hans-Ueli Vogt oder Nationalrat Thomas Matter. Sicher ist laut Heer aber noch nichts: «Momentan sucht eine Findungskommission nach Kandidatinnen und Kandidaten.»

Die Entscheidung werde bei der SVP im Februar gefällt. Allerdings wolle man nicht die FDP konkurrenzieren, betont Heer: «Wir zielen auf den Sitz der Grünliberalen ab – egal, ob Verena Diener sich zur Wahl stellt oder nicht.»

Jositsch und Noser

Doch nicht nur die SVP ist an einem der zwei Ständeratssitze interessiert. Die SP wird wohl den Nationalrat Daniel Jositsch und die FDP den Nationalrat Ruedi Noser vorschlagen. Verena Diener will sich erst im Januar entscheiden, ob sie weiterhin in der kleinen Kammer politisieren will.

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