Road-Pricing: Varianten für Zürich werden geprüft
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Road-Pricing: Varianten für Zürich werden geprüft

Der Stadtrat nimmt das heisse Eisen Road-Pricing in die Hand. Eine Arbeitsgruppe prüft bereits geeignete Modelle. Der politische Gegenwind ist allerdings gross.

Die Stadt Zürich ist der Einführung von Strassengebühren einen Schritt näher gerückt. «Seit Anfang Jahr ist eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Stadt, Kanton und Bund damit beschäftigt, eine geeignete Lösung auszuarbeiten», sagte Stadtrat Martin Waser gegenüber 20 Minuten. Die Intention des Road-Pricing sei in erster Linie eine Staureduktion und nicht, wie von mehreren Seiten kritisiert wird, die zusätzlichen Einnahmen. Bis das städtische Strassennetz tatsächlich gebührenpflichtig wird, dürften laut Waser noch mindestens fünf Jahre ins Land ziehen. Mit einem Pilotversuch rechnet er in frühestens drei Jahren.

Wenig begeistert auf die drohende Beschneidung der Autofreiheit reagiert der TCS. Geschäftsführer und FDP-Kantonsrat Reto Cavegn: «Wenn nicht gleichzeitig auf Benzinzölle, Vignetten und Motorfahrzeugsteuern verzichtet wird, werden wir eine Kampagne gegen das Road- Pricing führen und die Ausschreibung anfechten.»

Auch die Grünen reagieren skeptisch. Gemeinderat Daniel Leupi: «Wenn der Verkehr dadurch in den Quartierstrassen zunimmt oder die Einnahmen in den Strassenbau fliessen, werden wir dagegen opponieren.»

Alexandra Roder

Verteuerung der Parkplätze?

Nicht nur für das Fahren auf Zürichs Strassen sollen die Automobilisten bald tief in die Tasche greifen.

Wie Stadtrat Martin Waser an der gestrigen Präsentation der Mobilitätsstrategie der Stadt Zürich sagte, prüfe man eine Erhöhung der Gebühren von Strassenparkplätzen. Damit würde man mit den höheren Tarifen in Parkhäusern gleichziehen.

Zudem werde diskutiert, ob das längere Parken von Fahrrädern auf Veloabstellplätzen kostenpflichtig werden soll.

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