Aktualisiert 30.06.2014 15:16

Preisobergrenze

Roaming-Preise in der EU um 90 Prozent gesunken

Das Ziel der EU ist die vollständige Abschaffung der Roaming-Gebühren innerhalb der Unionsgrenzen. Diesem Ziel kommt man schrittweise näher.

Telefoniert massiv günstiger als noch vor sieben Jahren: Deutsche Urlauberin auf Mallorca.

Telefoniert massiv günstiger als noch vor sieben Jahren: Deutsche Urlauberin auf Mallorca.

Die Roaming-Preise in der EU sind seit 2007 um bis zu 90 Prozent gefallen, erklärte die für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Nellie Kroes am Montag in Brüssel. Sie hoffe, dass bis Jahresende eine Einigung über die vollständige Abschaffung der Roaming-Aufschläge erzielt werden kann.

«Die Frage ist, warum sollten wir überhaupt auf einem Binnenmarkt Roaming-Aufschläge bezahlen», sagte Kroes. Ab 1. Juli senke die EU neuerlich die Preisobergrenzen für das Herunterladen von Daten um mehr als die Hälfte - von 45 Cent je Megabyte auf 20 Cent.

Das Abrufen von Karten, Videos und Mails sowie die Nutzung sozialer Netzwerke werde auf Reisen in die EU sogar noch billiger. Dies bedeute, dass Fussballfans, die während der WM in der EU unterwegs sind, für das Datenroaming 25 mal weniger als während der WM 2010 zu bezahlen haben.

Bei Anrufen ins EU-Ausland gebe es eine Reduktion um 21 Prozent bei den Preisobergrenzen - von 24 auf 19 Cent pro Minute. Eingehende Anrufe verbilligten sich um 28,5 Prozent von 7 auf 5 Cent pro Minute und der SMS-Versand sinke um 25 Prozent von 8 auf 6 Cent. (sda)

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