Freitod des Schauspielstars: Robin Williams litt an Parkinson

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Freitod des SchauspielstarsRobin Williams litt an Parkinson

Robin Williams war laut seiner Frau kurz vor seinem Tod an Parkinson erkrankt. Daneben kämpfte er mit Angstzuständen und Depressionen.

von
saw

Robin Williams litt an Parkinson im Frühstadium. Laut dem englischen Sender BBC schreibt das seine Ehefrau Susan Schneider in einer Mitteilung. Der alkoholabhängige Schauspieler sei in letzter Zeit trocken gewesen. Er habe «mutig» gegen Depressionen und Angstzustände angekämpft. Der Schauspieler sei in einer frühen Phase der Parkinson-Krankheit gewesen. «Er war noch nicht so weit, dies öffentlich mitzuteilen», führte Schneider aus.

Sie hoffe nach «Robins tragischem Tod» inständig, dass andere die nötige Unterstützung fänden, um gegen ihre Probleme anzukämpfen, erklärte Schneider, mit der Williams in dritter Ehe verheiratet war. «Robin hat so viel Zeit seines Lebens damit verbracht, anderen zu helfen», fuhr sie in ihrer Erklärung fort.

«Er wollte, dass wir lachen und nicht so viel Angst haben.» Neben seinen Kindern sei sein grösstes Erbe die Freude, die er anderen gemacht habe, vor allem jenen, die persönliche Kämpfe ausgefochten hätten.

Michael J. Fox bestürzt

Der an Parkinson leidende Schauspieler Michael J. Fox reagierte mit Bestürzung auf die Nachricht von Williams' Krankheit. Er sei «fassungslos», schrieb der 53-Jährige am Donnerstag auf Twitter. Williams sei ein «wahrer Freund» und Unterstützer der von Fox gegründeten Parkinson-Stiftung gewesen.

Er sei sich «recht sicher», dass der Komiker schon vor seiner eigenen Diagnose der Stiftung im Kampf gegen das Nervenleiden geholfen habe, schrieb Fox. Der «Zurück in die Zukunft«-Star weiss seit 1991 von seiner unheilbaren Krankheit, erst 1998 gab er die Diagnose öffentlich bekannt. Fox, der gelegentlich noch vor der Kamera steht, ist von der Schüttellähmung gezeichnet.

Eine unheilbare Krankheit

Der dreifache Vater und Oscar-Preisträger war am Montag in seinem Haus im kalifornischen Tiburon tot aufgefunden worden. Williams litt seiner Sprecherin zufolge schon seit längerem unter schweren Depressionen, war lange alkoholsüchtig gewesen und hatte früher auch Rauschgift genommen.

Parkinson ist die häufigste nervenbedingte Bewegungsstörung bei älteren Menschen. Bei der unheilbaren Krankheit sterben Nervenzellen ab, die Kontrolle über die Gliedmassen geht verloren. Erste Symptome treten meist im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf. Bis zu zehn Prozent der Betroffenen sind aber jünger als 40. Der Name der Krankheit geht auf den englischen Arzt James Parkinson zurück, der als Erster die Symptome der Schüttellähmung beschrieb.

(saw/sda)

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