«Robinson nach Horrorshow vor dem Aus»
Aktualisiert

«Robinson nach Horrorshow vor dem Aus»

In England lassen die Medien nach der Schlappe gegen Deutschland kein gutes Haar an Torhüter Paul Robinson. «Ein Haufen Müll» titelt etwa die Sun.

Deutschland war die letzte Mannschaft, welche England im alten Wembley besiegte. Deutschland ist auch die erste Mannschaft, welche England im neuen Wembley bezwang. Der Grund dafür liegt - zumindest gemäss den englischen Medien - auf der Hand. Er ist 27 Jahre alt, steht zwischen den Pfosten und heisst Paul Robinson. Der Tottenham Torhüter war der Ursprung des 1:1-Ausgleichs von Kevin Kuranyi. Was war geschehen? England brachte einen Ball nicht aus der eigenen Gefahrenzone. Zweimal griff Torhüter Robinson ein, doch seine Klärungsversuche landeten wieder in deutschen Füssen. Dann kam der Ball zu Schneider, der flankte, Robinson klatschte den Ball genau vor die Füsse von Kuranyi ab, und der schob seelenruhig zum 1:1 ein.

«Er hat einen Hattrick geschafft. Drei Fehler innert zehn Sekunden», lästerten die deutschen «Experten» in der Comedyshow Waldi's EM-Club nach dem Spiel in der «ARD». Auch Englands Zeitungen sind heute voll von abschätzigen Bemerkungen gegen den Torhüter. Sicher scheint nur eines: Robinson wird beim nächsten Qualifikationsspiel Englands nicht im Tor stehen.

Auf Wiedersehen, Robinson!

«Was für ein Haufen Müll», titelt etwa die «Sun» und erlaubt sich dabei ein Wortspiel. Statt «Rubbish» schreibt das Boulevardblatt in Anlehnung an den Torhüter «Robbish». Der Journalist ist sich sicher: «Robinson steht nach der Horrorshow vor dem Aus». Der «Independent» bläst ins gleiche Horn und weiss: «Robinsons Schnitzer lässt Englands Suche nach der Nummer 1 weiter offen». Der «Mirror» sieht schon fast ein neues Waterloo: «Robinson versenkt England». Ganz originell ist die «Daily Mail»: «Robinson-Schnitzer: Auf Wiedersehen für Englands fehlerhaften Torhüter», sind die Abschiedsworte an den umstrittenen Torhüter.

Robinson selbst sieht seinen Fehler nicht so eng. «Ich leide», gesteht er. Ist sich aber gleichzeitig sicher, dass er weiterhin das Tor der Engländer hüten wird.

(fox)

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