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Menschen überflüssig?Roboter bedrohen jeden zweiten Arbeitsplatz

Bei der «L.A. Times» schreiben Roboter in drei Minuten Artikel – auch in anderen Berufen kommen sie zum Einsatz. Laut Experten werden sie künftig jeden zweiten Job machen können.

von
ame

Gerade einmal drei Minuten benötigte die «L.A. Times» am Montag, um eine Erdbebenmeldung zu schreiben und online zu stellen – dank ihrer Roboterjournalisten. Diese kommen laut BBC News bei der Erstellung von Erdbeben- und Kriminalmeldungen zum Einsatz. Und auch andere Medien setzen bei Kurzmeldungen auf die mechanischen Mitarbeiter.

Laut einer Studie der Universität Oxford müssen sich Journalisten aber keine Sorgen machen, in Zukunft von Robotern abgelöst zu werden. Ganz im Gegensatz zu Arbeitnehmern in anderen Sektoren: In ihrer Studie zeigen die US-Forscher laut Bloomberg.com auf, dass beinahe jeder zweite Job in wenigen Jahren von Robotern ausgeführt werden kann.

Taxifahrer, Köche und Barkeeper

Dabei haben sie untersucht, welche Jobs künftig am wahrscheinlichsten von Robotern und Computern erledigt werden können. Auf Platz eins finden sich Kreditsachbearbeiter mit 98 Prozent, dicht gefolgt von Rezeptionisten – sie werden mit 96-prozentiger Wahrscheinlichkeit ersetzt. Das Treppchen komplettieren Anwaltsgehilfen mit einer 94-prozentigen Wahrscheinlichkeit.

Ebenfalls in den Top Ten befinden sich Taxifahrer, Sicherheitsbedienstete, Köche und Barkeeper. Weniger Angst vor einer Auswechslung brauchen Geistliche, Primarlehrer und Kuratoren zu haben. In ihren Berufen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Ersetzung unter einem Prozent. Überhaupt sind Berufe, die soziale oder kreative Fertigkeiten benötigen, kaum gefährdet.

Einige Roboter bereits im Einsatz

Auch die deutsche Huffington Post widmet sich zum Abschluss der Technikmesse Cebit in Hannover der Zukunft von Robotern. In einer Liste stellt sie die Tätigkeiten vor, die die intelligenten Maschinen in Zukunft für die Menschen erledigen werden. In einigen Gebieten ist die Automatisierung bereits fortgeschritten, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Kochen:

Deutsche Forscher haben den Roboter PR2 entwickelt, der Pfannkuchen und Popcorn macht.

Kellner:

In der thailändischen Restaurantkette Hajime bringen die «Samurai-Bots» den Gästen ihr Essen.

Krankenpflege:

Der Roboter HOSPI-Rimo von Panasonic kann bettlägrigen Patienten Medikamente reichen und lässt sie ausserdem per Videokonferenz mit ihrem Arzt kommunizieren.

Feuer löschen:

Der Roboter Octavia versteht Befehle dank Spracherkennung und spürt Feuer mithilfe eines eingebauten Infrarotsystems auf.

Kriege führen:

In Zukunft sollen Roboterhunde, die bis zu 180 Kilogramm Last auch durch unebenes Gelände transportieren können, das US-Militär unterstützen.

Und sogar das Tanzen an der Stange:

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