Aktualisiert 27.12.2016 19:00

«Method-2»Roboterriese wagt die ersten Schritte

Er ähnelt Robotern aus Hollywood-Filmen wie «Avatar» oder «Transformers». Der 20o Millionen Franken teure «Method-2» soll in Gegenden arbeiten, wo es für Menschen zu gefährlich ist.

von
bee
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Menschenähnliche Schritte: Roboter «Method-2» wagt die ersten Gehversuche.

Menschenähnliche Schritte: Roboter «Method-2» wagt die ersten Gehversuche.

AFP/Jung Yeon-Je
Im Rumpf des Roboters kann ein Pilot Platz nehmen.

Im Rumpf des Roboters kann ein Pilot Platz nehmen.

AFP/Jung Yeon-Je
So können die Glieder gesteuert werden.

So können die Glieder gesteuert werden.

AFP/Jung Yeon-Je

Ein riesiger Roboter hat in Südkorea seine ersten menschenähnlichen Schritte gewagt: Als der vier Meter grosse und 1,5 Tonnen schwere «Method-2» am Dienstag einen Fuss vor den anderen setzte, bebte der Boden.

Rund 30 Ingenieure hatten hart an dem bemannten Projekt gearbeitet, das laut der Roboterfirma Hankook Mirae Technology eine Weltpremiere ist. Der Roboter kann entweder ferngesteuert werden oder im Rumpf nimmt ein Pilot Platz, der die Glieder der Maschine steuert – allein ein Metallarm wiegt 130 Kilogramm.

«Unser Roboter ist der weltweit erste bemannte zweifüssige Roboter und wurde gebaut, um in extrem gefährlichen Gegenden zu arbeiten, in die Menschen nicht gehen können», sagte der Chef von Hankook Mirae Technology, Yang Jin Ho.

«Er macht Babyschritte»

Yang investierte nach eigenen Angaben seit 2014 mehr als 240 Milliarden Won (umgerechnet mehr als 200 Millionen Franken) in das Projekt. Einer der Schöpfer von «Method-2», der den militärischen Robotern aus dem Film «Avatar» sehr ähnelt, ist Vitali Bulgarow. Der Sciencefiction-Veteran arbeitete schon für Filmserien wie «Transformers», «Robocop» und «Terminator».

Wo der neue Roboterriese wirklich einmal zum Einsatz kommen könnte, steht in den Sternen. Das Geschöpf, das an einem Stromkabel hängt, sei erst ein Jahr alt, sagte Yang. «Er macht also Babyschritte.»

Wie alle Menschen brauche auch «Method-2» ein paar Jahre, bevor er sich frei bewegen werde. Doch hat sich Yang schon zum Ziel gesetzt, den Roboter Ende 2017 zum Verkauf anzubieten – für umgerechnet mehr als acht Millionen Franken.

«Method-1» wird getestet

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