29.04.2018 10:19

EU-RahmenabkommenRoche-Chef warnt vor Schweizer Stellenabbau

Sollte kein EU-Abkommen zustande kommen, ist bei Roche mit Stellenabbau zu rechnen – das sagt zumindest der Roche-Präsident.

von
rkn
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Christoph Franz, Präsident von Roche, rechnet mit Stellenabbau, sollten die Bilateralen abgeschafft werden.

Christoph Franz, Präsident von Roche, rechnet mit Stellenabbau, sollten die Bilateralen abgeschafft werden.

Keystone/Patrick Straub
Vom Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU hängt ab, ob Roche den Schweizer Standort in der heutigen Grösse beibehalten kann, wie Franz im Interview mit der «Sonntagszeitung» sagt.

Vom Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU hängt ab, ob Roche den Schweizer Standort in der heutigen Grösse beibehalten kann, wie Franz im Interview mit der «Sonntagszeitung» sagt.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Sollte das Abkommen nicht zustande kommen, würde das Unternehmen andere Standorte zulasten der Schweiz ausbauen.

Sollte das Abkommen nicht zustande kommen, würde das Unternehmen andere Standorte zulasten der Schweiz ausbauen.

Keystone/Patrick Straub

Vom Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU hängt ab, ob Roche den Schweizer Standort in der heutigen Grösse beibehalten kann. Das sagt Präsident Christoph Franz im Interview mit der «Sonntagszeitung». Sollte das Abkommen nicht zustande kommen, würde das Unternehmen andere Standorte zulasten der Schweiz ausbauen. Der Hauptsitz werde aber in jedem Fall in Basel bleiben.

Grund für die Prognose ist laut Franz, dass Roche sehr viele Mitarbeiter aus der EU anstellt und Europa für das Unternehmen ein wichtiger Exportmarkt sei. «Das Rahmenabkommen entscheidet, wo künftig Wachstum stattfindet», so Franz. Die Kündigung der bilateralen Abkommen würde laut dem ehemaligen Lufthansa-CEO auch zu «zahlreichen Stellenstreichungen in der Schweiz» führen.

Das Unternehmen selbst könnte das Ende der Bilateralen einen dreistelligen Millionenbetrag kosten, sagt Franz weiter. Darum ruft der Roche-Chef Vertreter von anderen Schweizer Unternehmen dazu auf, sich stärker öffentlich für ein Rahmenabkommen einzusetzen. Er ist überzeugt, dass es für die Schweizer Wirtschaft fatal wäre, dem Land den Zugang zum EU-Markt zu erschweren.

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