Basel-Stadt: Roche kommt Anwohnern finanziell entgegen
Aktualisiert

Basel-StadtRoche kommt Anwohnern finanziell entgegen

Das Pharmaunternehmen erfüllte gestern ein Anliegen der Anwohner. Es entschädigt sie für die Umstände der mehrjährigen Dauerbaustelle grosszügig.

von
cs
Der Pharmariese Roche entschädigt die Anwohner des Wettsteinquartiers für die Unannehmlichkeiten, die durch die Dauerbaustelle entstanden sind.

Der Pharmariese Roche entschädigt die Anwohner des Wettsteinquartiers für die Unannehmlichkeiten, die durch die Dauerbaustelle entstanden sind.

Erst 2015 wurde der Erste der beiden Roche-Türme und somit das höchste Gebäude der Schweiz eröffnet. In den kommenden zehn Jahren soll die Umgestaltung des gesamten Firmenareals im Wettsteinquartier umgesetzt werden. Für Liegenschaftsbesitzer und Nachbarn der Roche bedeutet das eine Dauerbaustelle, verbunden mit Emissionen, Lärm, Verkehr und Schmutz.

Das Basler Pharmaunternehmen hat nun aber laut «Basler Zeitung» einen proaktiven Schritt auf die Anwohner gemacht. In einem Brief informierte die Roche gestern über ihr grosszügiges Entgegenkommen an verschiedenen Fronten. Dementsprechend sollen noch nächstes Jahr in bestimmten Bereichen des Quartiers Schallschutzfenster in rund 100 Häuser eingebaut werden, um die Anwohner besser vor Baulärm zu schützen. Zudem gibt es für einige Anwohner auch eine finanzielle Entschädigung. Die Roche will bis zu 30 Prozent Reduktion des Mietzinses beziehungsweise des Eigenmietwerts freiwillig übernehmen.

Bau-Erschliessung weiterhin ein Problem

Für den Verein Hauseigentümer und Anwohner Wettsteinquartier (HEAW) ist dieses Entgegenkommen des Pharmariesen als grossen Erfolg zu werten. Auch wenn die Roche laut Präsident Niklaus Trächslin diesbezüglich immer ein offenes Ohr gehabt habe. Der Verein und Anwohner haben bereits mehr als 80 Einsprachen gegen das Bauvorhaben eingereicht. Durch den Dialog mit der Roche konnten in der Zwischenzeit auch noch andere Verbesserungen für die Anwohner erreicht werden.

Ein Punkt auf der Traktandenliste der HEAW steht allerdings noch aus. Er betrifft laut Trächslin vor allem den Kanton Basel-Stadt. Es geht um die Erschliessung des Areals für die zusätzlichen Mitarbeiter, die bei Fertigstellung in rund zehn Jahren im Quartier arbeiten werden.

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