22.04.2020 09:53

Pharma-Riese Roche

Roche wächst auch während Coronakrise

Roche hat im ersten Quartal den Umsatz unerwartet deutlich gesteigert. Trotz Corona hält der Pharmakonzern an seiner Prognose für 2020 fest.

von
nke
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Der Basler Pharmakonzern Roche setzte von Januar bis März 15,1 Milliarden Franken um. Das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen betrug die Zunahme gar 7 Prozent.

Der Basler Pharmakonzern Roche setzte von Januar bis März 15,1 Milliarden Franken um. Das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen betrug die Zunahme gar 7 Prozent.

Keystone/Anthony Anex
Im Bereich Diagnostics fielen die Erlöse mit 2,9 Milliarden um 1 Prozent tiefer als im Vorjahr aus. Trotzdem hat CEO Severin Schwan Grund zur Freude. Die Pharmasparte konnte die Einnahmen im ersten Quartal um 3 Prozent auf 12,3 Milliarden Franken steigern.

Im Bereich Diagnostics fielen die Erlöse mit 2,9 Milliarden um 1 Prozent tiefer als im Vorjahr aus. Trotzdem hat CEO Severin Schwan Grund zur Freude. Die Pharmasparte konnte die Einnahmen im ersten Quartal um 3 Prozent auf 12,3 Milliarden Franken steigern.

Keystone/Anthony Anex
Zu dem guten Abschneiden sollen vor allem die neueren Medikamente beigetragen haben. Sie sollen die Umsatzeinbussen durch Nachahmerprodukte mehr als ausgeglichen haben. Dazu gehören Ocrevus zur Behandlung der multiplen Sklerose, Hemlibra zur Behandlung der Bluterkrankheit sowie die Krebsmedikamente Tecentriq und Perjeta.

Zu dem guten Abschneiden sollen vor allem die neueren Medikamente beigetragen haben. Sie sollen die Umsatzeinbussen durch Nachahmerprodukte mehr als ausgeglichen haben. Dazu gehören Ocrevus zur Behandlung der multiplen Sklerose, Hemlibra zur Behandlung der Bluterkrankheit sowie die Krebsmedikamente Tecentriq und Perjeta.

Christopher Gmuender

Der Basler Pharmakonzern Roche setzte von Januar bis März 15,1 Milliarden Franken um. Das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen betrug die Zunahme gar 7 Prozent. Zu dem guten Abschneiden sollen vor allem die neueren Medikamente beigetragen haben. Sie haben die Umsatzeinbussen durch Nachahmerprodukte mehr als ausgeglichen.

Dabei steigerte die grössere Pharmasparte die Einnahmen um 3 Prozent auf 12,3 Milliarden Franken. Im Bereich Diagnostics fielen die Erlöse mit 2,9 Milliarden um 1 Prozent tiefer als im Vorjahr aus. Traditionell legt Roche zum ersten Quartal nur Umsatzzahlen vor.

Neue Medikamente ziehen

Die Umsatzentwicklung der Pharmasparte sei massgeblich durch die Verkäufe mit den Hauptwachstumsträgern erzielt worden. Dazu gehören Ocrevus zur Behandlung der multiplen Sklerose, Hemlibra zur Behandlung der Bluterkrankheit sowie die Krebsmedikamente Tecentriq und Perjeta.

Das starke Wachstum der neuen Produkte habe die Umsatzrückgänge bei Herceptin und MabThera/Rituxan mehr als ausgeglichen. So sackten etwa die Umsätze mit Herceptin um 24 Prozent ab, die mit MabThera/Rituxan um 15 Prozent. Mit dem grössten Verkaufsschlager Avastin setzte Roche 13 Prozent weniger um.

Nachdem die Patente in Europa für die Mittel schon früher abgelaufen sind, steige nun auch in den USA der Druck durch sogenannte Biosimilars.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Roche die Analysten-Erwartungen (AWP-Konsens) übertroffen; Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Umsatz von knapp 14,9 Milliarden gerechnet.

Ziele bestätigt

Trotz starkem Start in Jahr hält Roche an den Prognosen für 2020 fest. Der Ausblick gelte «basierend auf der derzeitigen Einschätzung der Auswirkungen von Covid-19». Die Volatilität in den einzelnen Märkten habe noch beschränkte Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf im ersten Quartal gehabt, betonte das Unternehmen. Auch die globale Lieferkette sowohl für Medikamente als auch für Diagnostika sei intakt.

Roche erwartet demnach unverändert ein Verkaufswachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen. Für den Kerngewinn je Titel werde ein Wachstum zu konstanten Wechselkursen angestrebt, das weitgehend dem Verkaufswachstum entspricht. Und Roche sei weiterhin bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen, heisst es weiter. (nke/sda)

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