Startup-Fabrik: Rocket Internet geht einkaufen
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Startup-FabrikRocket Internet geht einkaufen

Startup-Schmiede Rocket Internet könnte demnächst weiterwachsen – und denkt an neue Investitionen.

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isa/dpa
Oliver Samwer, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Rocket Internet, denkt an Wachstum.

Oliver Samwer, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Rocket Internet, denkt an Wachstum.

Die Berliner Startup-Fabrik Rocket Internet denkt an weitere große Investitionen. «Wir habe heute definitiv mehr Geld für Zukäufe», sagte Mitgründer und Chef Oliver Samwer während der Gründerkonferenz NOAH in Berlin. Rocket Internet sei eine der wenigen Gruppen in Europa, die auf einen Schlag auch bereit seien, eine halbe Milliarde auszugeben. Die Internet-Gruppe hatte zuletzt vor allem ins Geschäft mit Essenszustellung investiert.

Samwer äußerte sich nicht direkt zu Spekulationen, dass Rocket Internet sich eine weitere Milliarden-Geldspritze bei Investoren besorgen wolle – sagte aber zugleich, dass man grundsätzlich immer daran interessiert sei, weiteres Kapital aufzunehmen. Der Börsengang im Herbst 2014 hatte rund 1,5 Milliarden Euro eingebracht.

Die meisten Rocket-Beteiligungen machen Verlust

Samwer machte auch seinem Ruf als aggressiver Unternehmer alle Ehre. «Es geht immer darum, die Nummer eins zu sein», sagte er bei einem Bühnen-Interview. Rocket glaube nicht an Unternehmen, die nach zehn Jahren noch sagten, dass sie weiter Verluste machen müssten.

Rocket Internet entwickelt weltweit Internet-Unternehmen, vor allem in den Bereichen Handel und Dienstleistungen. Die Beteiligungen schreiben bisher größtenteils Verluste, Samwer sieht sie jedoch auf Kurs.

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