Drama in Portugal: Rodrigo kam ohne Nase und Augen zur Welt
Aktualisiert

Drama in PortugalRodrigo kam ohne Nase und Augen zur Welt

Ein Paar sieht auf den Ultraschallbildern, dass bei seinem ungeborenen Kind etwas nicht stimmt. Der Gynäkologe, der die Mutter betreute, nahm die Untersuchung nicht ernst.

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Der kleine Rodrigo ist am 7. Oktober 2019 ohne Nase und Augen im Spital von Setúbal südlich von Lissabon auf die Welt gekommen.

Der kleine Rodrigo ist am 7. Oktober 2019 ohne Nase und Augen im Spital von Setúbal südlich von Lissabon auf die Welt gekommen.

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Der Fall wurde am 23. Oktober bekannt, weil der Gynäkologe, der die Mutter während der Schwangerschaft betreut und die Fehlbildungen übersehen hatte, wegen Fahrlässigkeit für ein halbes Jahr von seiner Tätigkeit suspendiert wurde.

Der Fall wurde am 23. Oktober bekannt, weil der Gynäkologe, der die Mutter während der Schwangerschaft betreut und die Fehlbildungen übersehen hatte, wegen Fahrlässigkeit für ein halbes Jahr von seiner Tätigkeit suspendiert wurde.

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Die Eltern Marlene Simão und David Ribeiro bezahlten in einer Privatklinik eine 5D-Ultraschalluntersuchung im sechsten Schwangerschaftsmonat, um eine mögliche Anomalie festzustellen.

Die Eltern Marlene Simão und David Ribeiro bezahlten in einer Privatklinik eine 5D-Ultraschalluntersuchung im sechsten Schwangerschaftsmonat, um eine mögliche Anomalie festzustellen.

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In Portugal herrscht Entsetzen nach der Geburt eines Babys ohne Gesicht. Der Gynäkologe Artur Carvalho, der die Mutter während der Schwangerschaft betreut und die Fehlbildungen übersehen hatte, wurde wegen Fahrlässigkeit für ein halbes Jahr von seiner Tätigkeit suspendiert.

Dies sagte der Chef des südportugiesischen Ärzteverbands, Alexandre Valentim Lourenço, am Mittwoch dem Fernsehsender RTP. Der Verband sowie die portugiesische Justiz leiteten Untersuchungen ein.

Eine teure Untersuchung wurde nicht ernst genommen

Der kleine Rodrigo war am 7. Oktober ohne Nase und Augen im Spital von Setúbal südlich von Lissabon auf die Welt gekommen. Dem Baby fehlte zudem ein Teil des Schädels. Die Eltern entdeckten die Fehlbildung erst nach der Geburt. Sie stellten daraufhin eine Anzeige gegen den Gynäkologen. Das Neugeborene liegt noch im Spital.

Gynäkologe Carvalho hatte die Schwangere in der staatlichen Klinik San Bernardo in Setúbal betreut und bei den drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen keinerlei Probleme festgestellt.

Die Eltern Marlene Simão und David Ribeiro bezahlten in einer Privatklinik eine 5D-Ultraschalluntersuchung im sechsten Schwangerschaftsmonat, um mögliche Anomalien auszuschliessen.

Dort wurde aber eine Missbildung im Schädel des Babys entdeckt. Als Simão und Ribeiro die Ultraschallbilder Carvalho vorlegten, gab der Arzt dennoch Entwarnung.

Sechs Beschwerden gegen Carvalho

«Er erklärte, dass manchmal einige Teile des Gesichts nicht sichtbar seien», sagte die Schwester der Mutter, Joana Simão, dem Sender TVI 24. Zur Begründung habe der Arzt gesagt, dass das gegen den Bauch der Mutter gedrückte Gesicht eines Babys manchmal nicht zu sehen sei.

Es war nicht das erste Mal, dass sich der Ärzteverband mit dem Gynäkologen befassen musste. Seit dem Jahr 2013 waren gegen ihn insgesamt sechs Beschwerden eingereicht worden. (kle/sda)

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