Champions League: Rodriguez soll Chelseas Probleme lösen
Aktualisiert

Champions LeagueRodriguez soll Chelseas Probleme lösen

Chelsea und sein Trainer Roberto Di Matteo befinden sich in einer Mini-Krise. Um diesem Problem Abhilfe schaffen zu können, haben die Blues Ricardo Rodriguez im Visier.

von
Sandro Compagno

Am Mittwoch kommt Schachtjor Donezk an die Stamford Bridge, am Sonntag Liverpool und dazwischen warten der englische Fussballverband FA und Scotland Yard, die ganz genau wissen wollen, was Schiedsrichter Mark Clattenburg gegenüber John Obi Mikel gesagt hat, als Chelsea vor zehn Tagen gegen Manchester United 2:3 verlor.

Die «Blues» warfen dem Referee vor, den Nigerianer rassistisch beleidigt zu haben. Anders als im Fall von Chelsea-Captain John Terry gegen QPR-Verteidiger Anton Ferdinand gibt es keine Video-Beweise, auch die Zeugenaussagen sind widersprüchlich. Sind die «Blues» Opfer eines rassistischen Refs? Oder einfach nur schlechte Verlierer?

Tabellenführung verspielt

Auf dem Platz zeigte die Formkurve des Titelhalters in der Champions League zuletzt sinkende Tendenz. Nach der Niederlage gegen Man United gab es am Wochenende ein 1:1 in Swansea. In der Premier League ist das Team des Schaffhausers Roberto Di Matteo hinter Manchester United auf Platz 2 abgerutscht. Auch in der CL steht Chelsea unter Druck. Nach dem 1:2 in Donezk vor zwei Wochen ist ein weiterer Ausrutscher gegen den ukrainischen Meister keine Option. «Für uns ist es das wichtigste Spiel seit dem Final gegen Bayern München», sagt Di Matteo.

Gewinnt Donezk, muss sich einer aus dem Duo Juventus Turin (gegen Nordsjälland/Dä) und Chelsea nach der CL-Gruppenphase verabschieden. Trifft es die Engländer, würde Di Matteo immerhin Geschichte schreiben: Noch nie schied ein Titelverteidiger so früh aus.

Rodriguez im Visier

Chelsea hat mittlerweile ein Auge auf Ricardo Rodriguez geworfen. Der Titelverteidiger in der Champions League hat den zehnfachen Schweizer Internationalen als Alternative zu Ashley Cole (31) ausgemacht. Cole, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, würde zwar gerne bei den «Blues» bleiben, diese wollen ihm gemäss «Daily Mail» aber lediglich einen Vertrag für eine weitere Saison unterbreiten. Neben Chelsea ist weiter auch die AC Milan an Rodriguez interessiert (exklusiv in 20 Minuten).

Rodriguez hat in Wolfsburg einen Vertrag bis 2016. Seit Trainer Lorenz-Günther Köstner beim VfL Wolfsburg das Sagen hat, sitzt der Verteidiger nur noch auf der Ersatzbank. Eine Situation, die dem hochbegabten Linksverteidiger sichtlich stinkt; schliesslich hatte der 20-Jährige unter Köstners entlassenem Vorgänger Felix Magath jedes Pflichtspiel bestritten. Der Fall ist klar: Rodriguez will spielen oder weg aus Wolfsburg.

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