Aktualisiert 03.08.2012 18:39

LiquiditätsproblemeRömer Geldsegen für Sizilien

Der italienische Premier Mario Monti hat Sizilien eine Finanzspritze von 343 Millionen Euro versprochen. Die strukturschwache Region muss im Gegenzug massiv sparen - sonst droht die Pleite.

Der Etna - das Wahrzeichen Siziliens. Die Region kriegt eine Finanzspritze aus Rom, muss aber dafür kräftig sparen.

Der Etna - das Wahrzeichen Siziliens. Die Region kriegt eine Finanzspritze aus Rom, muss aber dafür kräftig sparen.

Die italienische Regierung Monti hat am Freitag Sizilien eine Finanzspritze von 343 Millionen Euro gewährt. Damit soll ein Manko im regionalen Gesundheitssystem kompensiert und die Pleite der Insel abgewendet werden.

Die Regionalregierung ist von akuten Liquiditätsproblemen belastet. Sizilien stöhnt unter einem Schuldenberg von insgesamt rund fünf Milliarden Euro.

Regierungschef Mario Monti verlangt von der Region Sizilien eine solide Haushaltspolitik und massive Einsparungen. Diese müssten im Einklang stehen mit den nationalen Vorhaben, in der öffentlichen Verwaltung zu kürzen, so der Premier. Vereinbart wurde vor zwei Wochen ein Plan für einen finanziellen und verwaltungstechnischen Umbau auf der Insel.

Gouverneur zurückgetreten

Der skandalumwitterte Präsident der italienischen Region Sizilien, Raffaele Lombardo, war am Dienstag zurückgetreten. Der Gouverneur steht seit Monaten wegen der finanziellen Schieflage der autonomen Region Sizilien unter Beschuss.

Seit 2010 laufende Ermittlungen gegen Lombardo wegen mutmasslicher Mafia-Kontakte hatten das Ansehen des Politikers angekratzt. Der Rücktritt des 61-jährigen Lombardo ebnet den Weg zu Regionalwahlen, die voraussichtlich am 28. und 29. Oktober stattfinden werden.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.