Mexiko: Röntgenbild entlarvt Menschenhändler

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MexikoRöntgenbild entlarvt Menschenhändler

Mexikanische Beamte haben fast hundert Migranten in einem Lastwagen entdeckt, der Richtung USA unterwegs war. Die Menschen waren in einem erbärmlichen Zustand.

von
kmo
Das Röntgenbild zeigt, wie eng die fast 100 Migranten zusammenpepfercht wurden.

Das Röntgenbild zeigt, wie eng die fast 100 Migranten zusammenpepfercht wurden.

Sie waren zusammengepfercht wie Vieh und hatten kaum noch Luft zum Atmen: 94 Migranten aus Mittelamerika und dem indischen Subkontinent. Mexikanische Beamte haben sie gemäss dem «Star Online» in der Nacht auf Mittwoch im mexikanischen Bundesstaat Chiapas entdeckt.

Die Mexikaner deckten den Menschenhandel mittels Röntgenstrahlen auf. Auf dem Bild sind rund 20 der fast 100 Menschen zu sehen. Manche konnten kauern, andere mussten wegen des Platzmangels stehen. Die Migranten – 78 Männer und 16 Frauen – waren in einem erbärmlichen Zustand. Ihre Hände und Füsse waren völlig zerschunden. Manche litten an akutem Sauerstoffmangel, weil kaum Luft in den geschlossenen Laderaum eindringen konnte.

Bis zu 8000 Dollar bezahlt

19 Migranten stammten aus Nepal und Bangladesch, die übrigen waren aus Guatemala, El Salvador und Honduras. Sie wollten in die USA reisen. Auch Minderjährige waren unter den Menschen. Die Mittelamerikaner hatten für die Reise zwischen 4000 und 5000 Dollar bezahlt, diejenigen vom indischen Subkontinent zwischen 6000 und 8000 Dollar.

Der Lastwagen kam aus der fast 300 Kilometer entfernten Stadt Huehuetenango in Guatemala. Die Grenze nach Mexiko hatte er offenbar problemlos passiert. Sein Ziel war die rund 2500 Kilometer entfernte Grenze zu den USA. Doch in Chiapas endete die unmenschliche Reise, der Chauffeur wurde wegen Menschenhandels verhaftet.

Laut offiziellen Angaben hat die illegale Einwanderung von Asiaten in die USA in den vergangenen Jahren stark zuganommen. Während im Jahr 2007 noch weniger als tausend Menschen vom asiatischen Kontinent illegal in die USA reisen wollten, waren es 2011 bereits 4000 pro Jahr.

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