Aktualisiert 03.11.2014 15:25

Big Ben ist heissRoethlisberger wirft mit Rekorden um sich

Pittsburgh-Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger wirft im zweiten Spiel nacheinander sechs Touchdowns. Das ist Rekord – sein zweiter in Serie.

von
Adrian Hunziker

Ja, ich gebe es zu: In der vergangenen Football-Saison haben wir mehrmals über Peyton Manning berichtet. Kein Wunder, reihte der Quarterback der Denver Broncos doch Rekord an Rekord.

Ja, ich gebe es zu: Wir wollten in der aktuellen Spielzeit weniger über den 38-Jährigen schreiben, und was macht Manning? Er trägt sich beinahe ohne Unterbruch in die Geschichtsbücher der NFL ein.

Ja, ich gebe es zu: Ich wollte weniger Artikel über Rekorde veröffentlichen, und was passiert? Ben Roethlisberger legte vor einer Woche gegen die Indianapolis Colts eine Leistung hin, die man so vorher noch nie gesehen hat: Pässe über 522 Yards, sechs Touchdowns geworfen und eine Prozentzahl von 81,6 an komplettierten Pässen (40 von 49).

Roethlisberger zum Zweiten

Ja, ich gebe es zu: Ich wollte nicht so schnell wieder über den Quarterback der Pittsburgh Steelers mit Schweizer Wurzeln im Emmental schreiben, und was macht Big Ben? Der 32-Jährige legt mit einem neuen Hammer-Spiel eine Weltklasse-Performance hin. Denn gegen den ewigen Rivalen aus der AFC North, die Baltimore Ravens, warf Roetlisberger am Sonntag wieder Touchdowns – es waren erneut deren sechs zum 43:23-Sieg. Das bedeutet, dass «Big Ben» bereits den zweiten Rekord in Folge aufgestellt hat.

Denn noch nie hat ein Quarterback innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Partien zwölf Touchdowns geworfen. Das letzte Mal, dass ein Spielführer in zwei Spielen in einer Saison je sechs TDs warf, war 1962. Es war Y.A. Tittle, der damals für die New York Giants aktiv war. Roethlisberger hat mit seinen zwölf erfolgreichen Versuchen in zwei Wochen mehr an den Mann gebracht als in den sieben Saison-Spielen zuvor, da waren es deren zehn.

Dieser Tweet spricht für sich: «Die Hälfte der startenden Quarterbacks haben in dieser Saison weniger Touchdowns geworfen als Roethlisberger an den vergangenen zwei Spieltagen.

Natürlich muss man auch erwähnen, dass die Akteure, die das Ei von Roethlisberger zugeworfen bekamen, auch das Beste aus ihrer Situation machten. Denn sie standen nicht alle bereits in der Endzone, sondern mussten teilweise noch eine weite Strecke zurücklegen. Das schmälert Roethlisbergers Leistung aber keineswegs.

Big Ben harmoniert prächtig mit Brown

Vor allem von Wide-Receiver Antonio Brown bekommt der Spielführer enorm viel Unterstützung. Roethlisbergers Lieblingsziel hat mittlerweile die Liga-Spitze erklommen, was die Receiving-Yards (996) betrifft. Mit 74 erhaltenen Bällen ist er ausserdem seinen Konkurrenten weit überlegen. Am Sonntag gegen die Ravens pflückte sich der 26-Jährige in 11 Catches 144 Yards herunter.

Neben Brown sind aber auch Martavis Bryant, Markus Wheaton und sogar Running-Back Le'Veon Bell valable Wurfziele für Big Ben. Zudem läuft James Harrison in der Defense zu Höchstform auf. Der 36-jährige Linebacker, der seine Aktivkarriere eigentlich bereits beendet hatte und dann aber doch zu den Steelers zurückkehrte, wird immer stärker und sackte Ravens-Quarterback Joe Flacco am Sonntag zweimal.

Dass Roehtlisbergers Lauf und damit wohl das Steelers-Hoch bald beendet wird, damit rechnet fast niemand. Denn die nächsten Gegner sind die New York Jets (1 Sieg, 8 Niederlagen) und die Tennessee Titans (2 Siege, 6 Niederlagen). Nach diesen zwei Auswärtspartien geniesst Pittsburgh eine Spielpause.

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